verrücktes WE
Das Wochenende in der sächsischen Heimat war nicht ganz ohne. Eigentlich hatte ich vor, mich am Freitag morgen um 9 Uhr mi einer lieben Freundin zum frühstücken zu treffen - leider war mir da wohl was dazwischen gekommen. Denn als um 10 nach 9 mein Handy klingelte und ich gefragt wurde, wo ich denn sei, antwortete ich noch total verdutzt und verpennt: In Bonn im Bett, wieso?! - Ähm, nee, warte, nee, oder? Das ist jetzt nicht war! - Das war dann der nächste Gedankengang - ich hatte meinen Flieger verpennt! 0720 sollte der in köln abheben - Müllerchen lag aber da noch friedlich ratzend im Bettchen. Ich weiß jetzt nicht, ob das an meiner neuen IKEA-Matratze gelegen hat, oder einfach daran, dass ich hätte um 5 Uhr aufstehen sollen, aber erst halb 3 in der Heia lag - naja, wie auch immer - es musste ein Plan B her. Also, ewiges hin-und-her-telefoniere, bis am Mittag der Plan B stand. Mit einer lustigen Mitfahrgelegenheit ließ ich mich nach Frankfurt mitnehmen, um dort Brüderchen J zu treffen, mit dem ich dann gemeinsam mit dem ICE nach Sachsen durchrauschte. Großes Kino in diesem Monat der Audio-Kanal 2 im ICE: Dort lief ein Live-Mitschnitt aus einer Harald-Schmidt-On-Tour-Show aus dem Gewandhaus in Leipzig. J und ich hatten verschiedene Sitze, weil wir unterschiedlich gebucht hatten, dennoch muss man sagen, dass es der Zufall mit zwei hintereinanderliegenden Sitzen wohl gut mit uns meinte. Auf Jedsten fetzten wir uns herzlich über Dirty Harrys Witze weg und die Leute um uns herum wußten wohl nicht so genau, warum die zwei hintereinander sitzenden Jungs immer im gleichen Moment laut losprusteten…..
Irgendwann nach 10 waren wir dann in Riesa auf dem Bahnhof angekommen und mussten dort erstmal wieder feststellen: Nicht überall wo der ICE hält, gibt es auch nach 8 Uhr noch einen warmen Warteraum, geschweigedenn ein Bierchen. Im schönen Riesa macht die Bahnhofskneipe um 20:00 dicht, der Warteraum um 22:00 - wer später ankommt hat verspielt - willkommen in der Provinz!
Naja, nach einer dreiviertel Stunde Warten und weiteren 30 Minuten Bummel-Zug fahren kamen wir endlich in unserem Zielörtchen an und Papa stand toller Weise am Bahnhof. Also kurz vor Mitternacht waren wir endlich in unserer Pension angekommen, wo wir in den nächsten zwei Tagen ein großes Familientreffen durchleben wollten.
Am nächsten Morgen und nach einem Abend im engsten Familienkreis gings recht früh raus (zumindest im Verhältnis zum ins-Bett-gehen) und wir gönnten uns eine kleine Wanderung über schneebedeckte Felder und durch vereiste Wälder - wunderschön.

(Photo: Jakob Müller)

(Photo: Jakob Müller)
Am Nachmittag trudelte dann so langsam und nach und nach die Großfamilie ein und die konnte sich, mit 45 Leuten, doch ganz gut sehen lassen, wobei man nicht verschwiegen darf, dass auch einige abgesagt hatten. Am Abend haben wir dann in den 85sten meiner Omi hereingefeiert - lang und schön.

(Photo: Jakob Müller)
Am Sonntag vormittag löste sich die ganze Geschichte langsam wieder auf. Wir drei Brüder samt V, W und S fuhren mit dem Auto nach LE und J und ich schmissen die anderen drei in Leipzig raus.
Auf dem Weg ins elterlich Domizil organisierten Johnny undich ein spontanes Freundeskreis-Treffen für den späten Nachmittag in Leipzig. Zwischen 4 und halb 10 schleusten sich zehn Leute durch die gute alte Pleißenburg und durch das Morrisons in Leipzig. Johnny hatte es mir gleich getan (also wie ich am Freitag) und hatte seinen Zug nach Frankfurt verpasst, deshalb schlug er später erneut auf. Allerdings gabs dann noch eine spätere Möglichkeit nach FRA zu kommen. Ich hingegen nächtigte noch eine Nacht im elterlichen Domizil und schaffte am Montag Morgen sogar mal meinen Flieger und stand um halb 11 wieder (völlig übernächtigt) in meiner Bonner Wohnung. Jaja, so war das - stressig aber geil.
So, und da am Donnerstag die erste Klausur ins Haus steht, muss ich mich jetzt mal daran machen, etwas mein Bewußtsein mit lektüre-Drogen zu erweitern… in diesem Sinne,
ciao!
Add comment Januar 31, 2006
