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It’s all about… rumreisen!

Nach einer Woche auf Entdeckungstour im Rhein-Main-Gebiet habe ich nun auch mal wieder die alte Heimat besucht. Aber zuvor ging es den Rhein entlang von Bonn über Koblenz nach Frankfurt und über das Ahrtal zurück nach Bonn.

Das sind Eindrücke von der Rhein-Main-Tour.

In der alten Heimat habe ich dann mit meinen Brüderchen und seiner Family dann mal das Saale-Tal unsicher gemacht. Wunderschöne Burgen, leckerer Federweißer und milde Herbstsonne machten einen wunderschönen Spätsommerspaziergang daraus.

Fazit: Man hätte auch in der alten Heimat mal häufiger die Füße vor die Tür setzen sollen.

Fazit 2: Man, wie schön ist unser Land!

Add comment 23. September 2009

Familientreffen, Hochzeit, Mühle und die Kanzlerin

Es war eine sonnig-heiße Woche, als ich vor einer Woche nachts ins Auto stieg und die Reise nach Osten antrat. Die Luft hing dick und schwer über der Stadt, und als wir endlich starteten, begann es wild zu stürmen und zu regnen. Doch kaum über den Rhein war alles schon wieder vorbei. Und durch die dicke, tropisc-warme Nachtluft fegten wir über die Autobahn, begleitet von Wetterleuchten, heimwärts nach Leipzig.

Am frühen Morgen trafen wir ein, und nach dem Schlafen stand für den Abend ein Familientreffen der Großfamilie auf dem Plan. Mit einem Stopp bei meiner Oma ging es auf die Wechselburg, ein Kloster mitten in Sachsen. Fast 50 Leute versammelten sich hier und wir tauschten viel aus, tranken und lachten gemeinsam, und erfuhren, was beim jeweils anderen im vergangenen Jahr so passiert ist.

Das Paar und seine Zeugen

Während sich die Familie noch bis zum Sonntag weiter auf der Burg vergnügte, reiste ich bereits am Samstag vormittag wieder in Richtung Leipzig, da dort bereits eine Hochzeit eines guten Kumpels von mir auf mich wartete. Nach dem Standesamt, dass die beiden allein absolvierten,  ging es in einem Parkschlößchen im Süden Leipzigs mit einem freien Theologen und Hochzeitsredner für alle Gäste los. Bis Mitternacht wurde die Trauung der Beiden kräftig befeiert, bis wir nur noch zu Dritt die Tanzfläche dominierten und trotzdem erst früh morgens ins Bett fielen.

It's all about Feierei!

Am Sonntag konnte ich dann das erste Mal das Familiengroßprojekt eines meiner besten Kumpels im Westen Leipzigs begutachten – der Ausbau einer Mühle und des Müllerhauses zum Generationenprojekt. Seit zwei Jahren verfolgen sie die Idee und stecken mitten in den Arbeiten und ein Rundgang durch die alte Mühle und das überaus große Geländeist spannend und beeindruckend.

Im Erdgeschoss der alten Mühle

Am Abend schlossen wir die Osttour mit einem Abstecher zum Grillabend bei meinen Eltern und schließlich steckten wir uns wieder ins Auto (Wer ist eigentlich „wir“? – Mein Mitbewohner und ich!) und fuhren erneut durch die Nacht – diesmal gen Westen.

Am Montag dann führte mich eine kleine Entdeckungstour an neue mir noch unbekannte Stellen im Siebengebirge. Mit einer Freundin erkundete ich ein ehemaliges Kletterterrain, auf dem man leider nicht mehr an die Wände darf und später verglichen wir schwimmenderweise die Temperatur des Rheines mit der der Sieg. Wobei der Rhein mit zwei Grad die Sieg übertrumpfte – 24 Grad – schon eher warm – möchte man meinen.

Meine Stadt und der Rhein - aus dem Hinterland gesehen

Am Dienstag dann kam die Kanzlerin zum Wahlkampfstopp nach Bonn. Sagte Sätze, denen man sofort zustimmen konnte, aber sie hätte genauso auch „Freies Softeis für alle!“ fordern können. Inhaltlich war nix dabei – alles was schlecht ist/war, waren die bösen Sozis – ach ja, und in Bonn müsse auch endlich Schluss mit den finsteren Sozizeiten sein. Nachdem sie sich dann noch einmal unverschämt für eine (nicht von ihr erarbeitete) Arbeitslosenzahl von unter 3 Millionen in ihrer Regentschaft beklatschen ließ, blieb noch der Ausblick in die Zukunft. Und der wurde so furchtbar konkret, dass sie eben will, dass es nach der Talsohle der Krise eben auch wieder bergauf geht. Wie? Wann? Und vor allem überhaupt? Egal – die Richtung stimmt, das Ziel ist klar: Aufwärts. Wie inhaltsleer man doch heute Wahlkampf machen kann – na Prost, Deutschland.

Und nun? Bin ich in meinem neuen Job eingearbeitet, finde mich ganz von selbst in der Anstalt zurecht und freue mich weiter des Lebens.

Die Positanos - proben offen im Hofgarten

Achja, und der Sommer läßt sich besonders gut genießen bei einer offenen Probe der Positanos im Hofgarten. Vielen Dank für einen wunderschönen Liederabend.

Add comment 28. August 2009

10 Stunden Leipzig oder: Für Elise.

Es ist Donnerstag Vormittag, als ich einen Anruf bekomme, der meine Planung kurzfristig komplett umkrempeln sollte. Mein Bruder ist am Telefon und berichtet mir freudig, dass er seit ein paar Stunden Papa ist. Eine kleine Elise ist völlig gesund, und rebellisch früh (anderhalb Wochen vorher), zur Welt gekommen. Angesichts meiner Mexiko-Pläne komme ich ins Überlegen. Soll ich die Kleine wirklich erst in einem Jahr mir anschauen – schließlich habe ich nicht mehr geplant, 12 Tage vor Mexiko noch einmal nach Leipzig zu kommen. Aber jetzt – es muss einen Weg geben.

Ein Anruf bei meinem anderen Bruder, der glücklicherweise Airliner ist, macht den Weg frei. Und so sitze ich Freitag morgen kurz nach 5 im Flugahfenzubringer und bin auf dem Weg zu Konrad-Adenauer-Flughafen.

Kurz vor 8 setze ich am Freitag Morgen in einem verregneten und grauem Leipzig auf. Die Wolken hängen tief und ziehen weiter in Richtung Osten. Ich bin dem rheinischen Wetter vom Vortag hinterhergeflogen. Aber egal. Grund genug, eine Sonnenblume zu kaufen und mit frischen Brötchen im Gepäck mich auf den Weg zu meinem Bruder zu machen.

Punkt Neun steh ich bei der kleinen Familie vor der Haustür und darf das neue kleine Wunder – Elise – bewundern.

Faszinierend. Zwei Tage alt, alles ist so miniklein. Die Hände sind so groß, wie das vorderste Daumenglied,

der Unterarm ist so lang, wie mein kleiner Finger. Die Finger und Zehen haben winzig kleine Miniaturnägel – es ist wirklich schon toll – so ein kleiner kleiner Mensch – aber alles ist dran und funktioniert.

Als ich bei den Dreien bin, ist Elise ziemlich schläfrig – die Augen halb offen, mal halb zu, versucht sie sich langsam an die Welt zu gewöhnen. Probleme gibt es keine, ungewohnt scheint nur noch der viele Platz auf einmal zu sein, den sie um sich herum hat. Da kann man schon einmal erschrecken und ein bißchen weinen.

Mein Besuch dauert bis zum Mittag, später taucht meine Mama, die ja mal wieder Oma geworden ist auf, und mit ihr räume ich das Feld.

Ich habe für meine Leipzig-Blitz-Aktion insgesamt nicht viel Zeit geplant. Schon am späten Nachmittag wollte ich wieder in Leipzig in den Flieger steigen und zurück nach Köln/Bonn fliegen. Trotzdem schaffe ich es noch, meinen lieben Freunde Daniel zu aktivieren und zu einem kurzen, aber leckeren hausgebrauten  Bierchen im Brauhaus zu bewegen. Eine Stunde haben  wir für unser kurzes Treffen und es ist wahrscheinlich das letzte Mal vor Mexiko, das wir uns gesehen haben. Schön, dass das geklappt hat.

Nach einem weiteren Treffen mit Mama und Papa auf ein finales Leipzig-Bier mache ich mich gegen 5 wieder auf den Weg zum Flughafen. Die Maschine zurück hat leider 40 Minuten Verspätung – 40 Minuten, die ich auch in Leipzig noch hätte nutzen können. Aber egal.

Zurück in Bonn schaue ich kurz nach 8 auf ein Ausstandsglas Sekt im Steppenwolf vorbei, danach noch auf ein Bierchen mit den Kollegen und auf dem nach-Hause-Weg noch kurz auf dem Geschichts-Sommer-Fest vorbeigewunken. Danach fahre ich, so langsam merkend, dass mir die Energie schwindet, völlig übermüdet mit dem Nightliner nach Haus – und falle in einen tieeeefen Schlaf. Ein verrückter Tag, wahnsinn, was man alles in 24 Stunden packen kann – aber alles für diesen Augenblick – alles für Elise.

Add comment 5. Juli 2008

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Nach der Reise…

Mein Blog "Nach der Reise ist vor der Reise" ist 2005 im Herbst entstanden, weil ich nach dem Reisebloggen noch immer Mitteilungsbedarf hatte.

Heute ist dieses Blog da für private Erlebnisse die im "Alltag" geschehen, zum Dampf ablassen, wenn mich etwas tierisch aufregt oder zum Aufmerksam machen - wenn ich denke, darüber sollte man doch mal reden...

Danke für Dein Interesse - danke für's Vorbeisurfen und Verweilen & erst recht vielen Dank, wenn Du Dich zum Kommentieren und Mitreden hinreißen läßt.

Gracias, Dankeschön, Merci und Thanks!

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