Posts filed under 'Uni'
Wieder da.
Eine ganze Weile habe ich mich jetzt hier auf meinem eigenen Blog nicht mehr sehen lassen, weil das Leben draussen einfach so viel zu tun für mich hatte, dass ich kaum dazu kam, mich vor den Lap zu setzen, und meine kleinen großen Erlebnisse hier in Bild und Schrift zu hinterlassen.
Dabei ist doch nicht wenig passiert seit dem letzten Eintrag. Ich habe in London den Tag der deutschen Einheit gefeiert, bin weiter in die Bretagne geflogen und habe fast zwei Wochen die dortige Gegend unsicher gemacht, wunderschöne Küstenlandschaften auf Belle-île, rund um Quiberon, Vannes und Saint Malo genossen und bin dann zurück im Rheinland mal tief hinabgestiegen in einen Brunnen, um einen Hinweis auf das Versteck eines Geocaches zu kommen. Alles in allem, und da lass ich jetzt mal das Familiedrama zwei Häuser vom Meinigen entfernt aus, ein ereignisreicher Oktober bislang.
Und da hab ich auch vergessen, dass seit einer Woche die Uni wieder läuft. Wahrlich ein wenig komisch für ich, hatte ich doch das letzte Seminar deutscher Art vor über eineinviertel Jahren besucht und so komme ich mir inzwischen schon fast wieder wie ein Neuling vor: Keine bekannten Gesichter mehr in den Kursen, wenn überhaupt, dann in der Bib und rund um einen herum: nur Menschen, die Studiengänge studieren, die man nicht kennt und nicht versteht. Und mitten drin man selbst, fast schon verloren mit seinem altbackenem Magister, bei dem schon kaum mehr ein Dozent weiß, was er dem Studenten bieten muss, damit er seine Schein bekommt.
In diesem Sinne, es bleibt spannend – nicht nur an der Uni, auch ganz sicher das Leben!
Add comment 23. Oktober 2009
Chaos & Druck in Korrelation zu Faktor Uni
Also um ehrlich zu sein – ich bin erleichtert! Mir ist heute der letzte große Stein vom Herzen gepurzelt und ich kann mich von nun an absoooooolut auf Mexiko freuen.
Nachdem ich vergangenen Freitag kurzfristig für meine neueste Nichte Elise nach Leipzig gejetet bin, hatte ich in den darauffolgenden Tagen doch so einige Zweifel an der Sinnhaftigkeit meines Zeitmanagements bekommen. Warum muss ich nur so wenige Tage vor meiner letzten und aktuell wichtigsten Prüfung in den Medienwissenschaften (wenn ich aus Mex komme, gibt’s sie nich mehr) unbedingt noch rübber fliegen? Sollte ich nicht besser gelernt haben? Samstag hatte ich dann letztendlich angefangen, Sonntag war nur wenig drin, weil ich den Abend zuvor zu lang gemacht hatte und Montag musste ich komplett einem Referat in Politik zukommen lassen.
Also blieb gestern, um effizient und aktiv mich vorzubereiten. Einen Tag in der Bib. Weitere Stunden zu Hause. Der absolute Medienwissenschaftsinput. Theorien, Geschichte, Theoretiker und Systeme, Methoden und Analyseverfahren, Ideenkreise und andere Sachen schwirrten mir quer um und später dann durch den Kopf. So viel Input, dass ich mich fühlte, wie in einer mentalen und kognitiven Achterbahn. Die Devise lautete: Alles muss rein, ordnen kann ich die Sachen (oder muss) in der Prüfung dann.
Am Abend die absolute Ernüchterung. Ich hatte Unterlagen von einer Freundin bekommen, die doch tatsächlich einen Fragenkatalog enthhielten, auf die man sich einstellen müsste. Natürlich habe den ich erst dann bemerkt. Beim Durchgehen der Fragen überkommt mich Angst und Bange. Ich habe das Gefühl, kaum eine dieser Fragen konkret beantworten zu können.
Als ich mich wieder an meine Sachen setzen will, geht nichts mehr. Kein Gedanke kann mehr am Text haften, ständig bin ich woanders. Also anders. Ab ins Bett und früh raus. Wecker? Hätt ich nicht gebraucht. Um 4 wache ich auf, zwinge mich noch bis 5 im Bett zu bleiben.
Dann wieder: Kaffee kochen, Unterlagen raus, alles erneut durchgehen. Was anderes bleibt ja nicht übrig.
Um 11 sitz ich dann letztlich im Institut und warte auf meine Profe. Sie kommt ein wenig verspätet, bietet mir aber liebenswerter Weise einen Kaffee an. Und dann gehts los.
Wir beackern fasst eine halbe Stunde das Feld des Agenda-Settings, gehen über zu weiteren Theorien und zu Methoden und schließen mit den wichtigsten Theoretikern.
Unglaublich, ich hab es geschafft, meine Gedanken konzentriert ordnen zu können und die richtigen Antworten auf die Fragen zu geben. Mit Erleichterung und dem Ergebnis meiner letzten Zwischenprüfung (und jetzt auch der besten!!!!) kann ich nach Hause. Hauptstudium ich komme! In einem Jahr. Nach Mexiko. Ein Glück.
Unn nu? Ab ins Ahrtal – ich brauch Entspannung in der Landschaft, Ruhe, Luft, Natur und Atmen. Ein letztes Mal für dieses Jahr in meine geliebte Eifel. Wahrhaftig, es geht mir gut.
2 comments 9. Juli 2008
Leben in der Kiste
Oder aus der Kiste? Naja, wie dem auch sei, aber seit heute bin ich wohl der Homeless-Jack! Heute morgen, gleich nach dem Frühstück, habe ich angefangen, meine Sachen für Mexiko zu packen. Warum? Naja, weil heute Abend mein Nachmieter bereits eingezogen ist.
Also hab ich nach dem ich einen Rucksack voller Sachen für ein Jahr gepackt hatte, angefangen, mein Zimmer in Kisten zu verstauen. Ich hatte die ganze Aktion schon fast ein wenig unterschätzt, war am Ende aber dennoch erfolgreich. Nach neun Stunden hatte ich mein Bonner Leben in 20 Kisten verpackt.

Das, was ich in den letzten 14 Tagen hier noch in Bonn benötige, passte in eben jenen Mexiko-Rucksack und in eine Kiste. Eine Matratze und mein Bettzeug, jetzt hausierend bei Stefan, sind nun mein kleines Minimal-zu-Hause.
Ist aber eigentlich ganz schön, dass der Auszug damit über die Bühne ist. Denn nun kann ich mich hinten raus wieder voll auf die letzten beiden Uni-Geschichten konzentrieren. Am Montag steht noch ein Politik-Referat an, und am Mittwoch muss ich dann in den Medienwissenschaften unter Beweis stellen, was ich im Grundstudium gelernt habe. Und wahrscheinlich ein bißchen mehr. Das Referat steht so gut wie, und die Prüfungs-Vorbereitung ist auch bereits angelaufen. Jetzt, ohne den Auszugsstress, wird alles sicher gut.
In diesem Sinne – der Countdown läuft – noch 13 Tage bis zu meiner Abreise.
Add comment 1. Juli 2008




