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	<title>Nach der Reise ist vor der Reise</title>
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		<title>Chinesischer Massentourismus &#8211; muss man nicht haben.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 19:12:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Jetlag ist auf dem Weg zu verschwinden und wir sind wieder in Deutschland gelandet. Auf dem Flug hab ich noch was über unsere letzten Tage geschrieben. Und wer sich über den letzten Artikel ein wenig gewundert hat: Richtig, der Autor war nicht ich, sondern Hanna. Wir sitzen am Flughafen, haben das Gepäck aufgegeben und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=934&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Jetlag ist auf dem Weg zu verschwinden und wir sind wieder in Deutschland gelandet. Auf dem Flug hab ich noch was über unsere letzten Tage geschrieben. Und wer sich über den letzten Artikel ein wenig gewundert hat: Richtig, der Autor war nicht ich, sondern Hanna.</em></p>
<p>Wir sitzen am Flughafen, haben das Gepäck aufgegeben und warten eigentlich nur auf unseren Abflug nach Guangzhou (Kanton). Wir starten, ähnlich wie auf dem Hinweg, zunächst erstmal in die falsche Richtung. Um acht Uhr soll der Flieger gehen, gegen Mitternnacht geht es dann von Guangzhou weiter nach Paris. Angenehme Flugzeiten. Und weil hier in Kunming noch ein wenig Zeit ist, kann der Laptop noch mal an die frische Luft und ich nutze die Zeit für einen kleinen Artikel.</p>
<p>Nach Chinesisch Neujahr ist es für uns sehr ruhig zu Ende gegangen hier. Nach dem Geböller und Gekrache gemeinsam mit den anderen Ausländern, die wir hier kennengelernt haben, haben wir uns am Tag darauf einen ganz chilligen Tag gegönnt. Ein bisschen so, wie man es bei uns an Neujahr macht. Am Dienstag hatten wir bereits angefangen, unsere letzten Besorgungen zu machen, Mitbringsel zu kaufen und nun doch noch einmal endlich in den Tempel hinter unserem Hotel zu gehen. <span id="more-934"></span></p>
<p>Am Abend waren wir auf den Geburtstag von Sandra eingeladen und durften dort einmal schauen gehen, wie Ausländer hier in Kunming so leben. Sandra hatte uns noch in der Nacht von Chinesisch Neujahr eingeladen – und wir hatten uns sehr darüber und natürlich auch darauf gefreut. Schon das Neujahrsfest mit all den anderen Ausländern, die hier in Kunming schon seit geraumer Zeit leben war spannend, vor allem, weil sie uns von ihren chinesischen Erfahrungen berichten konnten und wir sie auch Dinge fragen konnten, die sonst eher schwer zu erfahren sind. So war schon an Chinesisch Neujahr Chris dabei, der <a href="http://www.gokunming.com" target="_blank">DIE Website</a> für Ausländer in Yunnan (Oder ganz Südwestchina, wie er selbst meint) ins Leben gerufen hat und (noch) betreibt. Er selbst lebt seit 2000 hier in China, hat aber schon 1998 das Reich der Mitte das erste Mal besucht, spricht fließend Chinesisch und hat einen bombastischen Erfahrungsschatz hier in Yunnan. Gerade ist er dabei, seine Website zu verkaufen und versucht, ein neues Team zu schulen, weil er Kunming nun langsam verlassen will und nach neuen Projekten Ausschau hält.</p>
<p>Chris war also auch zu Sandras Geburtstag gekommen, Matt, ein weiterer Amerikaner, der in einem Aufklärungsprojekt für Homosexuelle in Kunming arbeitet, und Adrian, ein Schweizer, der in Kunming ein Reisebüro betreibt, um nur ein paar zu nennen. Es gab köstliches Käsefondue; wie immer bei Sandra leckeren Wein und wir quatschten und genossen die Zeit in Sandra und Pierres 270 Quadratmeter-Appartment. Maisonette selbstverständlich. Für einen Preis, den ich in Bonn für mein WG-Zimmer bezahle. Okay, sie sagte, dass sie das Appartment wirklich günstig bekommen hätten, denn normalerweise müsste man rund das Doppelte berappen – aber selbst dies wäre noch ein traumhafter Mietpreis angesichts Größe und Aufteilung der Wohnung.</p>
<p>Gegen Mitternacht wechslten Hanna, Sandra, Chris und ich in das kleine Irish Pub zwei Blöcke weiter, in dem wir schon zu Chinesisch Neujahr den letzten Absacker getrunken hatten. Diesmal hatten wir einen Anlass – Adrian, der franzöische Betreiber des Pubs, hatte Geburtstag und wir wollten gemeinsam mit ihm Anstoßen gehen. Er freute sich auch über die Gesellschaft und so tranken wir dort noch das ein oder andere Gläschen und verabschiedeten uns bald, weil wir noch für Mittwoch einen Tagesausflug geplant hatten.</p>
<p>Genauer gesagt hatte ich (ich muss das jetzt auch mal auf meine Kappe nehmen) von Shilin gelesen und bei Flickr ein paar beeindruckende Fotos vom Stone Forest gesehen. Der Stone Forest gilt als eine DER Attraktionen in der Nähe von Kunming – und den wollte ich mir hinten raus nicht entgehen lassen.</p>
<p>Also machten wir uns am Mittwoch Morgen auf den Weg und fuhren mit dem Bus zur Eastern Bus Station, um dort einen weiteren kleinen Bus zu nehmen, der uns die 65 Kilometer nach Süden zum Steinwald bringen sollte. Das Wetter war ausgesprochen unfreundlich, und ich glaube, dass wir kaum einen Tag in Kunming hatten, der kälter, feuchter und unfreundlicher daher kam, als jener Mittwoch, an dem wir uns vorgenommen hatten, durch den Steinwald zu spazieren. Okay, ich hatte schon vorher gelesen, dass es dort „packed with chinese tourists“ sein sollte, aber was man schließlich aus dieser landschaftlichen Schönheit gemacht hatte, um touristisch den letzten Kuai (Yuan) den Leuten aus der Tasche zu ziehen, das sprengte meine Vorstellungskraft. Der Bus warf uns an einem nigelnagelneuem Tourist Reception Center and Bus Station raus, die umgeben war von riesengroßen Parkplätzen. Selbstverständlich standen ähnlich viele Wagen da und uns schwante bereits nichts Gutes. Zu Fuß (und frierend!) machten wir uns auf den Weg, in der unübersichtlichen Parkplatzwelt einen Eingang, bzw. einen Ticketschalter zu finden. Ein ganzes Stück weiter wurden wir fündig, wo wir 175 Kuai für den Eintritt abdrücken mussten. Zur Erinnerung: 1 EUR = 8 Yuan. Wir zahlten also den (uns zwar bekannten aber dennoch hoch erscheinenden) Preis und machten uns erneut auf die Such nach dem Eingang. Von dem war aber weit und breit keine Spur. Ringsherum nur Parkplätze. Zwei große zweispurige Straßen, die frisch asphaltiert waren, schlugen sich in Schneisen durch das Gelände und wir erblickten elektronische Kleinvehikel, ähnlich denen auf einem Golfplatz, die bepackt mit zahllosen chinesischen Touristen eine der Strassen entlang fuhren und hinter einer Kurve verschwanden. Wir nahmen also an, dass das Gelände so weiträumig sei, dass wir uns wohl jetzt in so einen Wagen setzen müssten und zum Eingang führen. Als wir allerdings an den Wagen waren, teilte man uns mit, dass wir dafür ein weiteres Ticket für 25 Kuai benötigten. Klar – wer kann schon davon aufgehen, dass man einfach so in ein Shuttle steigen kann, wenn man gerade lediglich gut 24 EUR an Eintritt abgedrückt hat. Da KANN das Shuttle ja gar nicht inklusive sein. Unsere Laune sank tiefer – zugegeben, dass Wetter hatte einen Anteil daran, die zahllosen chinesischen Touristen, die uns anstarrten und sich wahlweise ungeniert vor uns stellten und uns fotografierten, hatten einen ziemlich großen Anteil daran und die Anlage an sich den allergrößten. Falls als jemand noch fragen sollte: NEIN,  SHILIN empfehle ich nicht!!! Aber weiter. Die Dame an den Elektroshuttles meinte, der Eingang sei 3 Kilometer weg und man müsse die Shuttles nehmen. Wir glaubten ihr nicht, weil wir bereits zahlreiche Erfahrungen mit Auskünften im Reich der Mitte gesammelt hatten. Wir folgten also den Shuttles und versuchten uns zu Fuß. Nach 20 Minuten erreichten wir schließlich auch den Eingang und dort erwarteten uns noch mehr Touristen. Die Elektroshuttles spuckten die zahllosen chinesischen Touristen aus und diese drängelten sich eine schmale Straße entlang in Richtung Haupteingang Stone Forest. Wir folgten den Massen und ich muss hier nicht erwähnen, dass wir nicht begeistert waren. Am Haupteingang angekommen lernten wir, dass der Stone Forest sogar UNESCO Welterbe ist – in meinen Augen sollte die UNESCO ihre Entscheidung schleunigst überdenken, angesichts dessen, was man mit diesem schönen Fleckchen Erde anstellt.</p>
<p>Gemeinsam mit tausenden Anderen drängten wir auf das Gelände, dass wie ein Vergnügungspark ausgebaut war. Durch die bizarre Landschaft der Steinsäulen und Nadeln, die in verrückten Formationen allenthalben herumstanden, hatte man Straßen gezogen, damit weitere Elektrocars lauffaule Chinesen durch den Stone Forest karren konnten. Damit alles noch schöner wird, hatte man auch künstliche Seen angelegt und an ihr Ende künstliche Pagoden gesetzt – die Chinesen freute, uns graute es. Wir hatten gelesen, dass es weiter hinten noch immer ruhige Ecken im Stone Forest geben sollte und man abseits der Hauptwege ein wirklich tolles Naturerlebnis haben könnte – wir suchten, fanden nur wenig und machten uns alsbald wieder auf den Weg nach draußen. Hanna hatte schon zuvor erwartet, dass es sich bei Shilin um chinesischen Massentourismus handeln würde, ich hoffte darauf, dass sie Unrecht haben würde, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Mit einer Erfahrung reicher traten wir mehr den Rückzug, denn den Rückweg an. Einen kleinen Erfolg verbuchten wir noch, als wir für die Rückfahrt auf eines der Shuttle kamen, das uns zum Busbahnhof brachte. Es war nicht richtig gemogelt – aber ein wenig schon. Denn spannenderweise konnte man den Stone Forest nur durch einen schmalen Gang verlassen. Zuvor hatte offenkundig jemand unsere Shuttle-Tickets kontrollieren wollen, aber wir hatten uns am Ausgang nicht aufhalten lassen wollen und waren einfach durchgegangen. Der nächste Schritt war aber, von weiteren uniformierten Chinesen auf eines der Shuttle gesetzt zu werden – und wir scherten uns nicht mehr darum, dass wir nicht gezahlt hatten – nein, es war unsere kleine Rache.</p>
<p>Am Busbahnhof schnappten wir uns den nächsten Bus nach Kunming, wurden aus diesem aber wieder rausgeworfen, weil wir die falsche Nummer auf unseren Tickets hatten und erst mit dem folgenden Bus fahren durften. In Kunming zurück war immerhin die Sonne herausgekommen und wir machten uns auf ins Lost Garden Hostel, um dort mit ein wenig Western Food noch den Tag zu retten.</p>
<p>Heute morgen haben wir einfach nach dem Ausschlafen noch eine heiße Dusche genommen und dann unsere Sachen gepackt. Frühstück gab&#8217;s noch einmal im French Café und auf dem Weg zum Hotel probierte ich mich noch an chinesischen Friseuren. Als er zur Schere griff und begann, mir die Haare zu trimmen, merkte ich, dass wir offenkundig ein kleines Verständigungsproblem hatten. Den Abstand zwischen meinen Fingern, den ich zeigte, als ich ihm bedeutete, wieviel er schneiden soll, hatte er wohl als den interpretiert, der auf meinem Kopf bleiben soll. Er hatte auch zwischenzeitlich nicht mehr nachgefragt und so war ich schnipp schnapp schnell den Großteil meiner Haare los.</p>
<p>Etwas unfreiwillig bin ich also schon vom chinesischen Friseur auf Sommerschnitt getrimmt worden. Wir holten unser Gepäck vom Hotel, schnappten uns ein Taxi und fuhren noch ein letztes Mal zum Hump Hostel, in dem wir ganz am Anfang zu Gast waren. Sherly, eine Angestellte des Hostels mit der wir uns ein wenig befreundet hatten, wollte uns noch einmal sehen und so schauten wir auf ein kleines Getränk noch einmal dort vorbei.</p>
<p>Das Wetter bereitete uns heute einen königlichen Abschied. Blauer Himmel und strahlende Sonne liessen uns sogar größtenteils nur im Shirt rumlaufen und wir genossen die Sonne auf der Sonnenterasse des Hump.</p>
<p>Die letzten Zeilen dieses Artikels tippe ich jetzt schon auf dem Flug. Inzwischen sind wir in den Flieger nach Kanton eingestiegen und schweben weiter ostwärts, bevor es dann erst in die „richtige Richtung“ geht.</p>
<p>Alles in allem kann ich schon mal sagen, dass China eine spannende Reise war. Naja, China ist sicherlich übertrieben – Kunming trifft es wohl eher. Wir haben eine handvoll richtig guter Menschen kennengelernt, die Stadt auf&#8217;s Intensivste kennengelernt, uns Viertel angesehen, um die der Durchschnittstourist wohl eher einen großen Bogen macht und viel gelernt darüber, wie China und die Chinesen ticken. In vielen Belangen einfach ganz schön anders als wir. Der Bauboom und das Verlangen nach dem Glitzer der Westwelt ist beeindruckend und erschreckend zugleich, wenn man bedenkt, dass das Armenviertel häufig direkt hinter den großen modernen Wolkenkratzern liegt, und alte Bauten bedenkenlos niedergerissen werden. Strukturen unwiederbringlich verloren gehen, weil man momentan der Meinung ist, dass es eigentlich kaum Erhaltenswertes gibt und alles was GROSS, MODERN; GLAS, BETON und NOCH GRÖSSER ist, vor allem eine Shoppingmall ist – das absolute Non-Plus-Ultra. Das ist streckenweise schon ein wenig traurig. Überhaupt ist es schon spektakulär wie sehr sich China in den Bann von Geld ziehen lässt – wie Geld und Status überhaupt das einzige zu sein scheint, dass irgendwie zählt. Stil und Eleganz bleiben dabei häufig (vielleicht noch) auf der Strecke, Zurückhaltung wird nur selten geübt.</p>
<p>Und so freuen wir uns auch jetzt schon wieder auf zu Haus. Auf Deutschland und auf Bonn. Auch einfach deshalb, weil es da so schön ist. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Xin Nian Kuai Le &#8211; mit viel Bum Bum ins Jahr des Drachens</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 04:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johanna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In China wird im Gegensatz zu uns nach dem Mond und Sonnenkalender  Neujahr gefeiert. Am Abend des 22. Januars wurde also das Jahr des Drachens begrüßt sowie das Jahr des Hasens sein Ende fand. Das Neujahrsfest findet in China stets am 2. Neumond nach der Wintersonnwende statt. Insgesamt gibt es 12 Tiere im chinesischen Tierkreis, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=924&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In China wird im Gegensatz zu uns nach dem Mond und Sonnenkalender  Neujahr gefeiert. Am Abend des 22. Januars wurde also das Jahr des Drachens begrüßt sowie das Jahr des Hasens sein Ende fand. Das Neujahrsfest findet in China stets am 2. Neumond nach der Wintersonnwende statt. Insgesamt gibt es 12 Tiere im chinesischen Tierkreis, die den Jahren zugeordnet werden und sich zyklisch wiederholen.<em></em></p>
<p><em>Chinesen auf Reise</em><br />
Bereits vor dem großen Event, haben wir von allen Seiten, von den Chinesen die wir hier kennen gelernt haben oder von den Ausländern die in Kunming leben, gehört, dass es der höchste Feiertag in China sei (vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland) und alle Chinesen ihre Familien auf dem Land besuchen. Somit findet die größte Reisebewegung weltweit statt: Um die 400 Millionen Chinesen verlassen die Stadt und machen sich auf den Weg in ihre Heimatdörfer und Regionen. Je nach Mittel und Reisestrecke werden Busse, Züge, Flugzeuge oder das eigene Auto bestiegen. Dabei darf eines nicht fehlen:  Geschenke! Sehr beliebt sind Äpfel, die ein Zeichen für Fruchtbarkeit sind. Aber auch andere Früchte, Spielsachen und natürlich Feuerwerkskörper sind mit dabei. Jeder der schon mal in China unterwegs war, oder Chinesen anderswo beim Reisen erlebt hat, weiß dass sie mit soviel Gepäck reisen, dass sie es kaum alleine tragen können.<span id="more-924"></span> So kann man mindestens einen Rollkoffer, ein bis zwei Umhängetaschen, und eine große Plastiktasche (auch in der Größe eines mindestens Handgepäckkoffers) pro reisenden Chinesen beobachten. Irgendwo untergebracht ist auch immer das Tee-Trink-Gefäß und die Plastiktüte mit Snacks (eingeschweißte Hühnerkrallen und andere Teile des Tiers, Lutschbonbons, Sonnenblumenkerne, Muffins, Mandarinen, Erdnüsse,&#8230;. um nur eine kleine Auswahl zu nennen). Na und zu Neujahr kommen zum Reisegepäck noch die Geschenke dazu. Zur Unterstützung wird dann auch gern mal ein Einkaufstrolly verwendet. In der kleinen Bergstadt Xinjie tummelten sich also Chinesen über Chinesen am Busbahnhof, die auf die Weiterfahrt in ihr Dorf warteten. Glücklicherweise waren wir genau in die andere Richtung unterwegs, wieder zurück in die Großstadt Kunming.</p>
<p><em>Leere Straßen und Taxiglück</em><br />
Dort wirkt es, im Gegensatz zu sonst, angenehm ruhig. Mehr als zwei Drittel der Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Die einzigen Läden die offen haben sind die, in deren Hinterkammer sich auch die Wohnstube befindet. So ist natürlich unsere Wäscherei geschlossen, die nach langem Suchen endlich dazu bereit war unsere zwei Jeans zu waschen. Auch hier wunderten wir uns ein weiteres Mal über die Unlust der Chinesen Kunden zu bedienen. Liebenswürdigerweise hat Pierre (der Freund von Sandra) uns angeboten unsere Hosen abzuholen, so sind sie wenigstens nicht auf immer und ewig verloren.<br />
Auf der Straße ist also kaum ein Auto zu sehen, die Busse sind leer und selbst für uns hält gleich das erste Taxi an. Dazu ist vielleicht interessant zu wissen, dass die Taxifahrer bisher nicht unsere Freunde waren. Oft haben wir mehr als eine halbe Stunde gewartet, entweder fuhren nur belegte Taxis vorbei, das erste freie passierte uns auch grundsätzlich. Nächste Hürde war, dass die Taxifahrer, wenn schon mal angehalten, uns nicht fahren wollten. Xiang Rong erzählte, dass die letzen drei Jahre in Kunming keine gute Zeit für sie war, denn durch die Bauarbeiten an der U-Bahn, gäbe es so viele Staus und Umleitungen, dass sie nicht viel verdienen würden. Außerdem seien Ausländer wohl keine beliebten Taxigäste, da sie sich oft unmöglich benehmen würden, v.a. in betrunkenem Zustand und teilweise nicht bezahlen würden. Ein wenig beruhigte es uns, dass wir von den meisten Reisenden die durch Kunming gekommen waren, oder auch von den hier Lebenden erfuhren, dass es ihnen mit den Taxis nicht anders erging.<br />
Nun aber zurück zu Chinesisch Neujahr: die Stadt ist also weitestgehend ausgestorben, was mich mal wieder an meiner Kontaktpartnerin (Ling) zweifeln lässt. Die ja meinte, es sei kein Problem, dass ich zu Chinesisch Neujahr kommen würde, sie sei ja da. Dass die ganze Stadt jedoch lahm gelegt ist und eigentlich nichts wie immer ist und dass vor allem die Wanderarbeiter und Migranten nach Hause fahren, also die Menschen die ich für meine Arbeit mir ansehen möchte, nicht da sind, davon hörte ich von ihr kein Wort. Na wenn es nach ihr ginge, könnte ich ja auch sie und ihre Freunde „untersuchen“ sie seien ja auch „ordinary people“.</p>
<p><em>Fireworks: showing face and being chinese &#8211; the more the higher the better</em></p>
<p>So nun aber tatsächlich zurück zu Chinesisch Neujahr in Kunming. Das einzige was wirklich in Hülle und Fülle vorhanden ist sind Stände an denen Feuerwerkskörper in sämtlichen Größen, Formen und Preisklassen verkauft werden. Mir persönlich gefielen die Verpackung am Besten: da gab es kleine Marienkäfer Sprühbömbchen, Blümchen umwickelte Riesenwunderkerzen und Supermario-Kugeln zu erwerben. Angefangen bei 10 Kuai (=Yuan) (ca 1,20Euro) bis hin zu 900 Kuai (120 Euro) gibt es alles was das Tüftler-Zündel-Brennstoff-Herz begehrt. Sandra und Matt waren kaum zu bremsen. Mit leuchtenden Augen wurde ein ganzer Karton voller Herrlichkeiten besorgt. Für die meisten Feuerweksgeschosse die dort angeboten wären bräuchte man in Deutschland höchstwarscheinlich eine Lizenz als Sprengstoffmeister. Pierre meinte, dass die Großhändler teilweise nur dieses eine Mal im Jahr arbeiten würden, damit soviel Geld verdienen, dass sie den Rest des Jahres nichts mehr tun. Auf die Frage warum das Geböller in diesen riesigen Ausmaßen Anklang findet meinte er, dass es vor allem eine Frage des Gesicht zeigens sei, man muss zeigen was man hat! Je größer, je lauter, je heller um so besser steht man vor Familie, Freunden, Bekannten dar. Ergebnis ist, dass Unmengen an Geld in die Luft geschossen werden. Da kommt die Frage auf: Warum zahlt Deutschland Entwicklungshilfe an China?<br />
Kleinere Knaller waren schon die letzten Tage immer wieder zu hören. Kinder spielen mit Knallfröschen und sonstigen Lärmmachern in der Straße rum. Es wird also schon von klein auf damit angefangen zu böllern und man lernt, alles was laut ist, Krach macht, ist gut. Hat man jetzt das deutsche Neujahr im Kopf, dass um Mitternacht beginnt, denkt der Chinese nicht daran bis Mitternacht zu warten. Wir begeben uns also schon so gegen 21 Uhr zu einer mit bunten kleinen Fähnchen gekennzeichnet „Feuerwerks-Abschuss-Zone“. Security Personal der Wohneinheit hält Feuerlöscher bereit und die Papier-Aufsammler, die in den frühen Morgenstunden das ganze Chaos beseitigen müssen, stehen auch schon parat. Der Müllbeseitiger in unserer Zone hatte seine vier kleinen Lausbuben und Mädchen mitgebracht, die ungeniert durch das Geböller streiften und nach übrig gebliebenen Knallern Ausschau hielten. Wahrscheinlich war er auch einfach schon da, damit sich seine Kleinen und er selbst das Feuerwerk ansehen können. (Video: Ein kleiner Eindruck vom Feuerwerk an der Abschusszone &#8211; Boxen aufdrehen für einen realistischen Eindruck)</p>
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<p>Chris fragte ich, ob denn auch die Ärmeren Chinesen so viel Geld für Feuerwerk ausgeben würden. Er meinte ja, wenn man es sich nicht leisten kann wird eben gespart. Denn Feuerwerk zünden „is what defines your chineseness!“ Also, jeder Chinese zündet und ballert so viel es geht in die Luft, denn er ist ja Chinese und auch alle anderen sollen wissen was für ein angesehener Chinese er ist. So packte nun eine Familie nach der anderen oder auch gleichzeitig ihre riesen Böllerkisten aus. Vor lauter Rauch ist kaum was zu sehen. Die Wohneinheit in der wir uns befinden wird vor allem von BMW, Jaguar oder Lexus Fahrern, natürlich in der SUV Version, bewohnt, dementsprechend war auch das Feuerwerk nicht zu knapp. Bis kurz nach Zwölf vergeht eigentlich keine Minute in der es nicht raucht, knallt und leuchtet. Das war also unser zweites Neu Jahr 2012. Xin nian kuai le, auf dass es ein gutes, erfolgreiches Jahr des Drachen im Reich der Mitte wird!</p>
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		<title>Yuanyang – ein Ausflug zu den Terrassen voller Wasser</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 11:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Feels like sunday</em></p>
<p>Die meisten Läden sind geschlossen, die Eingänge vergittert oder mit Metalltoren geschlossen und nur wenige Menschen sind auf der Straße zu sehen. Der Verkehr ist auch ruhiger als sonst, aber die Sonne scheint frühlingshaft warm und ich bin den ersten Tag mit kurzen Hosen unterwegs. Nach einer Weile finden wir endlich ein Café zum Frühstücken. Wir wussten, heute würde es nicht einfach werden, ein Frühstück irgendwo zu finden, denn es ist Chinesisch Neujahr – und das fühlt sich zunächst in der Stadt erstmal an wie ein Sonntag in Deutschland. Die Strassen leer, nur wenige Menschen unterwegs, der übliche Verkehr und die Menschenmassen – nicht da. Im Grunde genommen: sehr angenehm. Nebenbei sind (nahezu) alle Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen – also eigentlich ist es noch ruhiger als ein Sonntag in Deutschland. Heute Abend wird sich das sicherlich ändern, denn in den letzten Tagen wurden an den Straßen Böller und Feuerwerkskörper in großen Mengen verkauft, oft und gern Pyrotechnik in Größen, an die sich wohl in Deutschland nur ausgebildete Pyrotechniker trauen würden – und diese Raketen und Feuerwerksbatterien warten schon darauf, heute Abend und in der Nacht in einem kolossalen Milliarden-Feuerwerk das neue chinesische Jahr begrüßen zu dürfen. Schon in den vergangenen Tagen hatten Kinder überall herumgeböllert und in kleinen Straßen roch es schon immer nach Schwarzpulver. Abends waren auch vereinzelt schon Feuerwerke zu beobachten – aber so richtig losgehen, wird und soll es erst heute Nacht. Und dann, so hören wir Menschen erzählen, die es schon erlebt haben, gibt es kein halten mehr. Und das gilt wohl für die ganze kommende Woche. Also sollten wir die Ruhe jetzt noch genießen – denn es ist wahrscheinlich das letzte Bißchen Ruhe, bevor wir wieder in den Flieger nach Deutschland steigen. <img class="aligncenter size-full wp-image-913" title="Baubooming Kunming" src="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/baubooming-kunming.jpg?w=468&#038;h=263" alt="" width="468" height="263" /><br />
Wir selbst werden Chinesisch Neujahr heute Abend mit einigen aus der hier lebenden Ausländer-Community verbringen. Fang, unsere chinesische Freundin, die uns anfänglich eingeladen hatte, musste uns leider absagen, weil ihre Mutter ins Krankenhaus gekommen ist und sie sich um sie kümmern muss. Das ist schade, weil wir so das original Chinesisch Neujahr wie es die Chinesen feiern, nicht sehen werden. Aber wir sind froh, die zweite Einladung von Sandra und Co. zu haben, so dass wir gemeinsam mit anderen feiern können. <span id="more-912"></span><br />
Es ist für uns jetzt das zweite Mal Neujahr feiern binnen 22 Tagen – vor gut drei Wochen haben wir auf Gran Canaria auf einer Dachterrasse gestanden und das Jahr 2012 begrüßt – jetzt machen wir das ganz noch einmal in China – verrückt, aber irgendwie cool.</p>
<p><em>Zu den Reisterrassen von Yuanyang</em></p>
<p>Gestern am späten Nachmittag sind wir von unserem spontan veränderten Trip zurückgekommen. Am Mittwoch hatten wir ja eigentlich einen zweitägigen Ausflug auf eine Biofarm in den Westhills geplant (Haobao) – aber nachdem wir dort angekommen waren und feststellten, dass es dort nicht schön ist, machten wir mehr oder weniger auf der Stelle kehrt und fuhren mit dem nächsten Bus die zwei Stunden zurück nach Kunming. Allerdings wollten wir uns jetzt nicht ganz geschlagen geben und stiegen in ein nächstes Taxi und ließen uns zur South Bus Station vor den Toren der Stadt chauffieren. 35 Kilometer später und einmal auf der anderen Seite der Stadt angekommen, hatten wir den Plan, nach einem Bus zu schauen, der uns vielleicht nach Yuanyang bringen könnte – das liegt weiter im Süden in Richtung Vietnam und ist eine Bergregion, die vor allem für ihre beeindruckenden Reisterassen an steilen Berghängen bekannt ist. Die Busse aus der Stadt waren allen voll – was uns nicht wunderte, weil wir ja wussten, dass zu Chinesisch Neujahr alle die Städte verlassen und ihre Familien auf dem Land besuchen. Also gab es auch für uns zunächst kein Ticket mehr nach Yuanyang direkt. Stattdessen buchten wir ein Ticket nach Jianshui. Die Stadt liegt auf halbem Wege nach Xinje, der zentrale Ort der Reis-Terrassen-Region Yuanyang. Wir setzten uns also am Abend in einen kleinen Bus und fuhren in den Sonnenuntergang hinein nach Süden. In Jianshui kamen wir in der Nacht an und fanden eine leere, ausgestorbene Stadt vor. Unser Hotel wirkte, als hätte es die besten Tage hinter sich (oder wahlweise nie erlebt), aber immerhin gab es warm Wasser. Wir unternahmen noch einen kleinen nächtlichen Spaziergang durch die Altstadt von Jianshui, die wirklich den Eindruck machte, als sei sie ein hübsches, altes chinesisches Städtchen, nur leider war alles geschlossen und dunkel, die Strassenbeleuchtung streckenweise gar nicht existent – und so fanden wir bald den Weg ins Bett. Zwar überlegten wir kurz, einen Tag in Jianshui zu verbringen, verwarfen die Idee aber recht schnell wieder und entschieden, unser Geisterhotel so früh wie möglich zu verlassen und einen der ersten Busse zu den Reisterrassen zu bekommen. Um sechs Uhr schrillte dann der Wecker und wir packten eilends unsere kleinen Rucksäcke und verschwanden durch die noch nächtlichen Strassen zum Busbahnhof. Auf dem Weg versuchten wir an zahlreichen Geldautomaten noch ein wenig Bares zu ziehen, weil unsere Vorräte auf anderthalb Tage Biofarm um die Ecke von Kunming ausgelegt waren, scheiterten aber viele Male. Letztlich fanden wir doch einen ATM, der zumindest mir Geld auszahlte und wir sprangen in den Sieben-Uhr-Bus nach Xinjie. Dachten wir zumindest. Denn unser Ticket hatten dorthin gebucht. Allerdings endete die Reise für uns in Nasha – rund zwei Stunden vor Xinjie unten im Tal. Wir waren mal wieder nur halb informiert worden und man sagte uns, dass wir dort einen anderen Bus nehmen müssten. Also taten wir das und zuckelten mit einem viel zu kleinen Minibus (die sind hier noch zehn Mal kleiner als in Südamerika die Micros) die Serpentinen hinauf nach Xinjie.</p>
<p><em>Chinesen im Auto – Au weia, ein Unfall!</em></p>
<p>Unser Fahrer wusste vielleicht, wo Gas und Bremse waren, aber man kann leider mit Fug und Recht behaupten, dass vorausschauendes Fahren keine Stärke von chinesischen Autofahrern ist. Überholt wird an allen möglichen Stellen, dabei wird der Überholte gern am Ende des Vorgangs abrupt geschnitten und Kurven werden grundsätzlich in der Mitte genommen. Da das alle so machen, ist das Mitfahren zuweilen recht abenteuerlich und der Fakt, dass man in einem Minibus sitzt, der ausschaut wie ein Kastenbrot auf Rädern (deshalb auch Brotauto hier genannt wird) in dem Anschnaller und andere Sicherheitsaccessoires schlicht nicht vorhanden sind – macht es nicht besser. Und so dauerte es nicht lange und wir hatten einen Unfall. Überraschenderweise war unser Fahrer gar nicht direkt schuld – aber es hätte ihm genauso gut passieren können. Ein anderes Kastenbrotauto mit Passagieren an Bord hatte uns mal wieder an einer unmöglichen Stelle überholt, den Gegenverkehr zu spät in die Überholrechnung einbezogen und uns einfach geschnitten – diesmal allerdings so scharf, dass sein Heck noch unseren Fahrerspiegel abriss, es einen lauten Knall gab und weiterdüste. Unser ohnehin schon dauerhaft missmutig dreinschauende Fahrer wollte das aber nicht akzeptieren. Er machte, was Chinesen im Auto in jeder Situation zunächst erst Mal tun: Den Knopf für die Hupe unnachgiebig bearbeiten. Er gab Gas, die Finger noch immer fest auf die Hupe gepresst und nahm die Verfolgung auf. An der nächsten Kurve bemerkte der andere Brot(auto)fahrer, dass das Gehupe ihm galt und fuhr zur Seite. Zunächst entstand ein wildes Wortgefecht. Unser Fahrer wirkte sehr verärgert und knapp davor, zuzuschlagen, während der andere Fahrer ruhig blieb und meinte, unser Brotauto hätte halt weiter rechts fahren sollen, dann hätten wir den Spiegel noch und den ganzen Schlamassel nicht. Die beiden zankten und wir harrten der Dinge. Beide Kleinbusse waren in einer unübersichtlichen Linkskurve stehen geblieben, die Fahrer stritten auf der Strassen und der weitere Verkehr versuchte sich unfallfrei an uns vorbeizumanövrieren – was angesichts der Tatsache unserer nicht markierten Unfallstelle und dem Fahrstil der anderen Verkehrsteilnehmer an ein kleines Wunder grenzte, dass es nicht noch einen schlimmeren Folgeunfall gab. Nach einer halben Stunde Gestreite, Gegaffe und Telefonieren, wildem Hupen und knappen Unfällen unter vorbei schlängelnden Autos wechselten 160 Yuan den Besitzer, unser Fahrer riss die Reste des Spiegels vom Bus und schmiss sie in die Botanik und wir fuhren weiter. Am Fahrstil hatte sich nichts geändert und so waren wir erleichtert, als wir endlich Xinjie einrollten und unseren Brotkasten verlassen durften.</p>
<p><em>Ankunft in Xinjie – und gleich in den wunderschönen Terrassen</em></p>
<p>Xinjie, mal abgesehen von seiner wunderschönen Lage hoch über fruchtbaren Tälern und Reisterrassen, ist ein schmutziges Busbahnhofstädtchen mit einem wilden Markt, Gestank, und remodellierten Häusern, die Touristen den Eindruck vermitteln sollen, wie modern die auf alt gemachten Häuser aussehen können. Wir blieben nicht lang und suchten uns das nächste Brotauto, dass uns eine Stunde weiter noch tiefer in die Reisterrassen brachte – nach Duo Yi Shu. Dort endlich war man wirklich auf einem kleinen, süßen Bergdorf angekommen, dass oberhalb von unendlich scheinenden Reisterrassen gelegen in der Sonne malerisch am Hang lag. Auch hier waren die Häuser vermutlich in einer tourismusfördernden Aktion allesamt modernisiert worden, die sicher vormals schlammigen Wege betoniert und Papierkörbe mit getrennten Mülleimern aufgestellt worden – aber es wirkte friedlich, niedlich, ländlich – schlicht: wunderschön.<br />
Wir mieteten uns ins Sunny Guesthouse ein, einem kleinen Hostel am unteren Ende des Dörfchens und begannen unsere Erkundungsspaziergänge auf den brüchigen Rändern der Reisterrassen. Das Wetter mild, die warme Nachmittags/Abendsonne im Rücken genossen wir die Aussicht auf Berge, Wasser und noch mehr Reisterrassen. Nebenher versuchten wir auf den schmalen Wegen das Gleichgewicht zu halten und nicht selbst IN die Reisfelder zu tapsen, was uns bis zum Schluss gelang. Wir genossen die Ruhe und die Sonne und die wunderschöne Landschaft und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang, der die Reisterrassen in ein wunderschönes Licht tauchte.</p>
<p>Die Nacht war windig und kalt, aber Heizdecken ließen uns mollig warm schlafen. Der Wecker war mal wieder gestellt – auf sieben Uhr, denn den Sonnenaufgang wollten wir uns ebenso wenig entgehen lassen, wie den Sonnenuntergang. Und so genossen wir am Morgen einen wunderschönen morgen und sahen zu, wie sich die Sonne langsam hinter den Bergen nach oben arbeitete und die ersten Sonnenstrahlen die wassergefüllten Felder erneut in ein faszinierendes Farbenmeer tauchten. <img class="aligncenter size-full wp-image-914" title="Hanna und Jakob in den Reisterassen" src="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/hanna-und-jakob-in-den-reisterassen.jpg?w=468&#038;h=263" alt="" width="468" height="263" />Nach dem Frühstück spazierten wir wieder quer durch die Terrassenlandschaft. Am Mittag checkten wir aus unserem Hostel aus, warfen uns unsere Rucksäcke über und wanderten über die schmalen Feldränder in Richtung Xinjie. Von dort aus wollten wir am Samstag einen Direktbus nach Kunming nehmen, der uns in rund 7 Stunden nach Hause bringen sollte. Auf unserer Wanderung durch die Reisfelder genossen wir noch einmal die Aussicht und sogen den Blick in uns auf.</p>
<p><em>Rückkehr nach Kunming</em></p>
<p>Am Abend waren wir zurück in Xinjie und mieteten uns in ein billiges Hotel direkt am Busbahnhof ein. Wir hatten uns Tickets für den Morgenbus nach Kunming besorgt und verbrachten den Abend spielend in unserem Zimmer. Zuvor hatten wir die unzähligen Bilder auf unseren Kameras angeschaut und uns darüber gefreut, dass wir so etwas beeindruckendes gesehen hatten.</p>
<p>Gestern Morgen hüpften wir dann in den Bus, der uns die Berge runter und nach Norden wieder zurück nach Kunming brachte. Der Bus benötigte für die rund 250 Kilometer rund sieben Stunden, stand immer wieder in unerklärlichen Staus und kam schließlich am späten Nachmittag in Kunming an. Mit einem Engländer, den wir in unserem Guesthouse in Duo Yi Shu kennengelernt hatten, nahmen wir zunächst einen Bus ins Stadtzentrum und teilten uns dann ein Taxi zum Green Lake – die Gegend, in der unser Hotel steht und in der sich auch sein neues Guesthouse befindet.</p>
<p>Wir freuten uns auf die Dusche in unserem Hotel. Und wieder angekommen waren wir froh, neue Kleider anziehen zu können. Schließlich waren wir mit Gepäck für eine Übernachtung losgezogen und hatten unseren Trip sehr spontan vorgenommen. Schon gestern Abend hatten wir festgestellt, dass es sehr sehr ruhig in Kunming geworden ist, und es scheint, als hätte mindestens die Hälfte der über sechs Millionen Einwohner die Stadt verlassen. Wir, wie gesagt, genießen die Ruhe nun hier vor dem großen Geknalle. Gleich werden wir uns zurück ins Hotel begeben, ein wenig Ausruhen noch und dann auf unsere Party gehen, auf der wir eingeladen sind.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/912/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/912/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=912&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Streifzüge und Netzwerke &#8211; die vergangenen Tage in Kunming</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 09:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Japp &#8211; das Wichtigste vornweg: Ich bin wieder auf dem Dampfer und war es auch schon einen Tag vor meinem Geburtstag wieder, so dass das Erkunden der Stadt fröhlich weitergehen konnte. Meinen Geburtstag verbrachten wir in einem alten-neuen Teil von Kunming und zur Feier des Tages gab es feinen Regen, graue Wolken und ziemlich frische [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=906&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Japp &#8211; das Wichtigste vornweg: Ich bin wieder auf dem Dampfer und war es auch schon einen Tag vor meinem Geburtstag wieder, so dass das Erkunden der Stadt fröhlich weitergehen konnte.</p>
<p>Meinen Geburtstag verbrachten wir in einem alten-neuen Teil von Kunming und zur Feier des Tages gab es feinen Regen, graue Wolken und ziemlich frische Temperaturen. Wir waren mit dem Bus nach Guandu gereist, einem Teil der Stadt, von dem wir gelesen hatten, dass es dort einen sehr schönen alten Teil geben sollte. Und als wir dann die zweistündige Bustour endlich zum erfolgreichen Abschluss brachten und ankamen, erwartete uns eine Mischung aus wirklich alten  und auf alt gemachte Gebäude &#8211; streckenweise erinnernd an einen Vergnügungspark, der auf China gestylt ist. Das Foto zeigt einen Teiul Guandus, der offenkundig noch wirklich alt war.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-919" title="Guandu Old Town" src="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/guandu-old-town.jpg?w=468&#038;h=263" alt="" width="468" height="263" /></p>
<p>Wir verbrachten den Tag dort und erkundeten hinter den auf alt gemachten Stadtteil mal wieder die engen und dunklen Gassen der anliegenden alten Urban-Village-Struktur, die zwischen einem lebhafte Markt und wirklich dunklen und miefigen Gassen changierte. <span id="more-906"></span>Am Abend gönnten wir uns dann einen Ausflug ins Vintage Café &#8211; ein Café/Restaurant gar nicht so weit von uns entfernt und feierten meinen Geburtstag mit einem leckeren Gratin, echtem Salat mit Dressing Europäisch (wir hatten am Mittag einen kleinen Garküchen-Unfall und uns deshalb für den Abend Western Food vorgenommen) und dazu gab&#8217;s war ja schließlich mein Dreissigster, ein zünftiges Weissbier. Hmmm lecker. Das chinesische Bier ist zwar zuweilen trinkbar, aber eben doch kein Ersatz für die gute deutsche Hopfenkaltschale.</p>
<p>Den Tag darauf machten wir eigentlich einmal mehr das, was wir immer machen. Rumlaufen, gucken, erkunden, versuchen Kontakte zu machen. Hanna hatte sich ja inzwischen mit der Professorin getroffen, die ein Migranten-Projekt heir in Kunming betreut, was für sie sehr fruchtbar war, aber leider auch den Nebeneffekt hatte, dass ich mir das Projekt nicht wirklich werde anschauen können. Denn: Die Professorin kennt jetzt den Hintergrund von Hannas Besuch und um sie besser unterstützen zu können, hatte sie sich hier und da schlau gemacht und gleichzeitig herausbekommen, dass Hanna für alles Weitere jetzt eine Research Permit braucht. Außerdem war ihr mitgeteilt worden, dass sie sie jetzt auch nicht mehr ins Projekt mitnehmen darf, so lang sie diese Permit nicht hat, was dazu führt, dass wir uns zwar mit Shiang (die Professorin) weiter treffen können, aber im Projekt nicht auftauchen können.</p>
<p>Allerdings führte uns unsere nächste Erkundungstour durch den Nordosten der Stadt wieder einmal vorbei an zahlreichen wahnsinnig großen Abrissbrachen und Megaubaustellen. Wir hatten vor, etwas weiter draussen ein deutsches Restaurant aufzusuchen, dass uns von Shiang empfohlen worden war. Sie lobte nicht nur die Pizza dort (&#8222;Best Pizza in Kunming&#8220;), sondern gleichzeitig die Besitzerin. <a href="http://www.sandrasrestaurant.com/en/" target="_blank">Sandra&#8217;s</a> sollte ein guter Anlaufpunkt sein, um dort zu plaudern, Dinge über Kunming zu erfahren und möglicherweise neue Kontakte zu weiteren sozialen Projekten zu bekommen.</p>
<p>Kurz nach fünf standen wir vor dem kleinen, aber feinen Restaurant und lugten durch die Scheiben. Drin saß eine europäisch aussehende Frau und eine junge Chinesin, und als sie bemerkte, dass wir uns nicht wirklich durch die Tür trauten (wir nahmen an, es sei noch zu), kam sie zur Tür und begrüßte uns. Wir fragten, ob sie Sandra sei, sie bejahte. Wir stellten uns vor, erzählten von unserem Grund, bei ihr vorbeitzuschauen und sie lud uns auf eine Flasche Wein (echter, guter, argentinischer &#8211; sowas von gut &#8211; und selten hier in China!!!) ein.</p>
<p>Es wurde ein wunderbarer Abend bei Sandra. Wir plauderten mit ihr, sie erzählte uns viel über China und Kunming, über ihre Kontakte und Freunde, über ihren Weg, wie sie nach China gekommen ist und wie das Leben so war &#8211; und wir durften uns pudelwohl fühlen. Auf die erste Flasche Wein folgte die zweite, später eine Pizza, dann die dritte und so weiter, während wir uns mit ihr unterhielten, sie sich zwischendurch um ihre Gäste kümmerte und sie uns ebenso vorstellte. Witzigerweise hatte Shiang ein paar Tage zuvor bereits Sandra von Hanna und ihrem Vorhaben erzählt, und so kamen wir nur halb überraschend &#8211; denn Shiang geht wohl gern bei Sandra essen. Nach zahlreichen leckeren Weingläsern und einer Einladung, gemeinsam mit ihnen chinesisch Neujahr feiern zu können, verabschiedeten wir uns und fuhren durch die chinesische Nacht mit dem Taxi nach Haus. Völlig geplättet von so viel Gastfreundschaft, einer wirklich tollen Unterhaltung, weiteren Informationen und dem Gefühl, man hätte den Abend bei alten Freunden verbracht.</p>
<p>Den Sonntag verbrachten wir mit einem Ausflug in eine künstliche Parklandschaft im Nordosten der Stadt &#8211; dem Expo-Horti-Garden, der auch den Goldenen Tempel beherbergt. Dort spazierten wir durch den mit gepflasterten und asphaltierten Wegen ausgestatteten Wald und genossen vor allem die Ruhe, die es in Kunming selbst nicht soooo im Übermaß gibt.</p>
<p>Gestern schlenderten wir dann zunächst zum Frühstück wieder ins Salvadors. Das ist ein Café-Restaurant, dass von mehreren Amerikanern aufgemacht wurde, und wo wir zuvor schon mit einem der Besitzer über soziale Projekte gesprochen hatten. Das Café selbst hat ein solche Projekt laufen. <a href="http://www.villageprogress.com/" target="_blank">Village Progress</a> unterstützt ein Dorf rund sechs bis acht Stunden von Kunming entfernt, wo unter anderem alle Angestellten des Cafés herkommen, die peu a peu zu Teilhabern gemacht werden.  Collin, mit dem wir uns nun zum zweiten Mal trafen, quetschten wir noch einmal zu sozialen Projekten aus. Übrigens ist Collin einer der besten Freunde von Sandra &#8211; und insgesamt ist die Welt der hier residierenden Ausländer wohl sehr klein. Sie haben ein dichtes Netzwerk gesponnen und unterstützen sich gegenseitig, wo sie können getreu dem Motto: Wenn wir uns nicht gegenseitig helfen, tut es hier keiner.</p>
<p>Nach unserem Gespräch mit Collin hatten wir uns ein weiteres Urban Village vorgenommen und durchstreiften so einen weiteren Teil der Stadt. Dabei stießen wir allerdings auf einen sehr interessanten Strassenzug, der noch ganz die alten Häuser aufwies, mitten zwischen den neuen Wohnmaschinen. Wir vermuten auch, dass dieser Strassenzug gewollt erhalten wird, weil es hier noch sehr ursprünglich aussieht &#8211; eine der seltenen Chancen zu sehen, wie wohl Kunming vor dem großen Abriss- und Neubauboom ausgesehen hat.</p>
<p>Den Abend verbrachten wir dann Sushi-essend und DVD-schauend im Hotel, was auch mal dringend nötig war, nicht immer erst nächtens von den Streifzügen zurückzukommen.</p>
<p>Heute gingen wir es dann mal ganz gemächlich an und krönen den Abend mit einem Abendessen bei Shiang und ihrem Mann. Wir sind eingeladen worden, zu ihnen zu kommen und dort zu Essen, was wunderbar ist, weil wir so auch einmal sehen, wie die beiden so leben. Außerdem wird es sicherlich interessante Gespräche geben und obendrein ist es auch für Hannas Vorhaben gut, dass wir diese Verbindung weiter festigen.</p>
<p>Morgen machen wir dann erstmal einen urban cut &#8211; um sieben Uhr morgens werden wir aufs Land fahren und die nächsten zwei Tage in den Western Hills auf einer Bio-Farm verbringen.</p>
<p>PS: Das Internet ist langsam und deshalb sind hier nur wenige Bilder zu finden. Mehr gibt&#8217;s aber bereits bei Flickr, wo ich schon an einem Album arbeite. <a href="http://www.flickr.com/photos/50484247@N00/sets/72157628874633199/" target="_blank">Hier geht&#8217;s lang</a> und dann am besten &#8222;Diaschau&#8220; klicken.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/906/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=906&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:48:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die letzten zwei Tage habe ich gezwungener Maßen mit den Erkundungen kürzer treten müssen. Um nicht zu sagen: Sie gänzlich aussetzen müssen. Zunächst deutete sich am Montag bereits ein Halskasper an, der sich dann am Dienstag auch ein wenig unangenehm an mir zu schaffen machte. Und nachdem ich dann am Dienstag das Abendessen zu mir [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=902&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten zwei Tage habe ich gezwungener Maßen mit den Erkundungen kürzer treten müssen. Um nicht zu sagen: Sie gänzlich aussetzen müssen. Zunächst deutete sich am Montag bereits ein Halskasper an, der sich dann am Dienstag auch ein wenig unangenehm an mir zu schaffen machte. Und nachdem ich dann am Dienstag das Abendessen zu mir genommen hatte, verweigerte der Magen die Nachtruhe. Und so stand gestern für mich auch nichts weiter auf dem Programm als ein Hostelwechsel und dann selbstverordnete Ruhe im Bett. Ja, wir haben das Hostel jetzt gewechselt. Aber nicht, weil Ling uns überzeugt hat, sondern vielmehr deshalb, weil wir sonst hätten 4 Mal das Zimmer wechseln müssen, wenn wir bis zum Ende unseres Aufenthaltes hätten dableiben wollen. Außerdem war es letztlich doch sehr laut geworden und die betrunkenen Traveller-Horden nachts halb 3 auf dem Flur begannen zu nerven. <span id="more-902"></span></p>
<p>Jetzt sind wir in einem kleinen, hübschen Hotel, ganz in der Nähe der Uni und haben gaaaanz viel Ruhe &#8211; was vor allem ich gestern als großen Vorteil empfand. Mein kleiner Knock-out hat uns auch eine Planänderung beschert, denn eigentlich wollten wir ja jetzt einen Ausflug aufs Land unternehmen. Aber das Auskurieren war erstmal wichtiger &#8211; und so trete ich heute auch noch ein wenig kürzer, bevor ich morgen hoffentlich wieder volle Power fahren kann.</p>
<p>Hanna ist in der Zwischenzeit sehr erfolgreich gewesen. Über eine <a href="http://www.gokunming.com/" target="_blank">Website</a> hat sie ein <a href="http://www.gokunming.com/en/blog/item/2446/interview_xiang_rong" target="_blank">soziales Projekt hier in Kunming</a> gefunden, wo Leute von der Uni mit Migranten vom Land arbeiten und versuchen, denen unter die Arme zu greifen. Schnell konnte sie Kontakt herstellen und schon gestern traf sie sich mit den Leuten dort und konnte mit der verantwortlichen Professorin sprechen. Es ist ungefähr genau das, was sie gesucht hatte. Jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, sitzt sie schon wieder bei der Professorin und unterhält sich mit ihr über das Projekt.</p>
<p>Das Ganze scheint ziemlich selten zu sein, denn das Projekt ist staatlich registriert und wird wohlwollend von der Regierung begleitet. Studenten, die soziale Arbeit studieren, engagieren sich darin, was allein schon vom Studiengang her sehr selten in China ist. Überhaupt, dass wahrgenommen wird, dass es eine solche Arbeit benötigt wird, scheint sich erst langsam hier durchzusetzen. Ich selbst werde sicher auch in den nächsten Tagen einen Blick dorthin werfen, wenn ich wieder Fit-wie-Turnschuh bin. Dann kann ich auch ein wenig mehr darüber erzählen. Hanna erzählte aber schon, dass die Mitarbeiter im Projekt wohl eine differenzierte Einstellung gegenüber dem hier allgegenwärtigen Turbo-Boom haben, und sie wohl auch sehr unbefangen darüber gesprochen hätten. Ich denke, dass das ein sehr guter Einstieg ist, ein wenig mehr hinter die Boom-Kulissen zu schauen. So pass ich jetzt auch weiter auf mich auf, dass ich wieder richtig fit werde, und dann schau ich mir das selbst an. Soweit ein kleiner Zwischenstand.</p>
<p><em>PS: Yeahhh &#8211; ich habe Internet an meinem Lap. Im neuen Hotel. Sehr fein. Mit dem chinesischen WLAN kommt mein Notebook wohl überhaupt nicht klar, aber das Hotel hat LAN-Dosen und Käbelchen &#8211; und so durfte ich diesen Artikel schon wieder am eigenen Rechner tippen.</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/902/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/902/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=902&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">JaMue</media:title>
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		<title>Schlachtfest auf dem Land und neue chinesische Freunde</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 08:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[chinesisch neujahr]]></category>
		<category><![CDATA[kunming]]></category>
		<category><![CDATA[urban village]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannas Kontakt in Kunming ist nicht gerade der (oder besser die) hilfreichste. Die Dame, die sie über ihr Forschungsprojekt  kennt, sollte ihr hier eigentlich den Einstieg erleichtern, Kontakte herstellen, Tipps geben, ein wenig unterstützen beim Start der Forschungen. Schon beim ersten Treffen mit (wir nennen sie hier mal) Ling zeichnete sich ab, dass sie wenig [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=892&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hannas Kontakt in Kunming ist nicht gerade der (oder besser die) hilfreichste. Die Dame, die sie über ihr Forschungsprojekt  kennt, sollte ihr hier eigentlich den Einstieg erleichtern, Kontakte herstellen, Tipps geben, ein wenig unterstützen beim Start der Forschungen.</p>
<p>Schon beim ersten Treffen mit (wir nennen sie hier mal) Ling zeichnete sich ab, dass sie wenig zu erzählen hat – oder: wenig erzählen will. Die beiden trafen sich bei uns im Hostel und schon am Anfang mahnte Ling Hanna dazu, nur zu flüstern, damit niemand hören kann, worüber die beiden sprechen. Den Begriff „Urban Villages“ mied sie zunächst ganz, meinte später dann auch, dass es diese eigentlich gar nicht mehr gebe.</p>
<p><em>Kleiner Exkurs „Urban Villages“</em></p>
<p>„Urban Villages“ &#8211; das sind die kleinen Stadtviertel, die aus früheren Dörfern hervorgegangen sind, bzw. über die Zeit von den ausgreifenden Städten verschluckt wurden. Die Dorfbewohner, die zuvor dort wohnten, hatten auf ihren Flächen Wohnhäuser gebaut. Diese wuchsen jahrelang mehretagig nach oben, oft eng aneinandergedrängt, so dass keine Strassen durch diese Viertel führen, sondern nur Gassen. Meist sind diese sehr dunkel, es stinkt und der Müll liegt in den Ecken.<span id="more-892"></span></p>
<p>Peu à peu versucht man in China, diese „Urban Villages“ aus den Stadtbildern nun zu verdrängen – überall werden sie zurzeit abgerissen, und durch moderne Hochhäuser ersetzt. Sicherlich auch, weil diese ärmlich und schmutzig wirkenden Stadtteile einfach nicht mehr ins Bild passen. Den Erzählungen nach, die wir bisher gehört haben, werden die Besitzer dieser Wohnhäuser wohl recht gut entschädigt – die Bewohner der meist sehr kärglichen Wohnungen allerdings sind die Verlierer des Spiels. Sie müssen raus aus ihren Wohnungen, sich anderswo eine Bleibe suchen. Auf Hilfe können sie wohl kaum setzen. Entschädigung schon gar nicht. Wenn die neuen Häuser dann stehen, darf, wer es sich noch leisten kann, zurückkehren. Wer nicht, muss wohl vorerst schauen, wo er bleibt.</p>
<p><em>Zurück zu Ling</em></p>
<p>Auf jeden Fall hatte Ling beim ersten Treffen mit Hanna eine Einladung für Sonntag zu einem Ausflug aufs Land in Aussicht gestellt. Näheres wollte sie später via Mail mitteilen. So rückte der Samstag abend heran, und wir hatten immer noch keine Mail von Ling erhalten. Gegen 9 Uhr abends rief Hanna sie dann an. Sie sei noch nicht zu Hause und würde später eine Mail schicken, ließ sie uns wissen. Aber auch am Sonntag morgen war noch keine Mail eingetroffen. Wir hatten uns deshalb bereits einen Alternativplan gebastelt, und schon den Eindruck, dass wir uns auf Ling nicht unbedingt verlassen sollten. Schon die Mails bevor wir aus Deutschland hergekommen waren, waren nur spärlich und häufig vor allem spät beantwortet worden.<br />
<em><br />
Schlachtfest auf dem Land</em></p>
<p>Um halb Zehn klopfte es dann an unserer Zimmertür und eine aufgewühlte Ling stand vor unsere Tür. Wir noch in Schlafsachen, mahnte sie uns zur Eile. „Come come quick quick – please – we are standing where parking is not allowed.“, drängte sie uns. Sie habe uns doch eine Mail geschrieben und gesagt, dass wir uns gegen Neun treffen würden. Angekommen war allerdings nicht. Und für uns bleibt nach wie vor rätselhaft, wo der Fehler im System lag.</p>
<p>Wir sparten uns die Dusche und sprangen aus dem Hostel mit Ling zum Auto ihres Mannes, der bereits auf uns wartete. In einem Skoda Octavia rollten wir dann 40 Kilometer raus aus der 6-Millionen-Metropole hinaus aufs Land. Hier waren wir zu einem Schlachtfest anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes eingeladen. Ein ehemaliger Mitschüler von Ling hatte das Fest organisiert – eingeladen, waren Freunde, Familie und das ganze Dorf. Das sei Brauch um diese Zeit, erklärte uns Patrick, ein Gast, später.So komme es auch, dass solche Feste alle Nasen lang stattfänden, weil jede Familie eigentlich zu solch einem Fest einlädt – immer das ganze Dorf, mindestens. Angereist ins alte Heimatdorf waren also nicht nur Hanna, ich, Ling und ihr Mann, sondern auch eine Menge neureicher Chinesen, die mit ihren dicken Autos nun die schmalen und schlammigen Dorfstrassen zuparkten. Alles „successfull business men“, erklärte uns Ling. Sonst erklärte sie uns nicht viel. Auch auf der Autofahrt beantwortete sie Fragen eigentlich gar nicht, oder so nichtssagend, dass man damit auch nichts anfangen konnte. Häufig wiederholte sie bloß, was man bereits als Erklärung zur Hilfestellung angeboten hatte, und damit mussten wir uns zufrieden geben. Äußerst seltsam empfanden wir das, soll Ling doch schließlich Sozialforscherin sein. Aber entweder stimmt da irgendwas nicht, oder sie versteht das anders, als wir.</p>
<p>Auf dem Schlachtfest trafen wir aber glücklicherweise ein zwei sehr freundliche uns auskunftsfreudige Chinesen. Patrick ist im Import-Export-Business (Schau an?!) und verkauft Maschinenparts nach Europa, vorwiegend nach Schweden. Er erklärte uns das Fest und den Brauch rund um diese Neujahrs-Traditionen. John schickte uns später schon zahlreiche Fotos und mit ihm werden wir uns sicher noch einmal hier in der Stadt treffen. Achja, falls sich jemand über die englisch klingenden Namen wundert: Weltgewandte Chinesen (und solche die so wirken wollen) stellen sich gern Europäern und Amerikanern gegenüber mit ihrem übersetzten Namen vor. Das mag seltsam wirken, hilft aber ungemein, denn mir fällt es beispielsweise superschwer, mir die chinesischen Namen zu merken, von Menschen, die wir treffen. Und so kommen Menschen wie ich nicht in die Bredouille, sie einfach gar nicht mehr mit Namen ansprechen zu können.</p>
<p>Auf dem Schlachtfest gab es ne Menge spezieller Dinge und zwischendurch bedauerte ich auch, dass ich mich nicht gleich als Vegetarier vorgestellt hatte. Zum Glück gab es aber auch ein wenig (sehr wenig) Gemüse, an dem sich Hanna und ich dann hauptsächlich festkrallten, um einen Bogen um Innereien, Leber und undefinierbare Schweineteile zu machen.</p>
<p>Nach einem kurzen Besuch auf einem weiteren Hof, auf dem alle Türen allen Bewohnern und Gästen offenstanden, ging es am Nachmittag bereits zurück nach Kunming. Ling drängte uns, dass wir unser Hostel verlassen sollten und in ein von ihr vorgeschlagenes Hotel ziehen sollten, weil sie unser Hostel suspekt findet. Warum wollte sie uns nicht sagen – „noisy“ ist die einzige Begründung, die sie anführte. Aber das empfinden wir gar nicht so.</p>
<p><em>Eine Einladung zum Neujahrsfest</em></p>
<p>Dennoch machten wir uns dann gestern auf den Weg, uns mit Fang zu treffen. Sie ist eine Freundin von Ling und sollte uns das Hotel zeigen. Und wir legten unseren Ausflug so, dass wir uns mit ihr treffen konnten und sie uns gleichzeitig das Hotel zeigen konnte. Da wir aber schon auf der Karte gesehen hatten, dass das vorgeschlagene Hotel am Rande liegt, hatten wir eigentlich innerlich uns sowieso schon dagegen entschieden. Aber das Treffen mit Fang war uns wichtig, um weitere Chinesen kennenzulernen, die Hanna vielleicht bei ihrem Projekt helfen könnten. Fang stellte sich dann auch als ein Glücksfall heraus. Sie ist gerade zu Hause, weil sie eine einjährige Tochter hat, und lud uns sofort erstmal zu sich in die Wohnung ein. Spannend war, dass wir nun eindlich mal das Interieur eines dieser vergitterten Wohnblocks zu sehen bekamen, und so wurden wir auch von der Größe der Wohnung überrascht. Über drei Zimmer verfügt Fang mit ihrer kleinen Familie, ein etwas rudimentäres Bad und eine offene Küche, die ins Wohnzimmer übergeht. Ihre Eltern waren gerade zu Besuch, um ihr mit ihrer kleinen Tochter unter die Arme zu greifen, und weil es momentan recht kalt hier ist, liefen auch alle mit dicken Jacken herum.</p>
<p>Fang gab uns dann eine kleine Tour durch ihre nähere Umgebung. Dabei erzählte sie uns von ihrer Arbeit beim WWF, die sie bis zur Babypause gemacht hatte. Außerdem führte sie uns ins nächstgelegene „Urban Village“ und erzählte uns, wie die Erneuerungen dieser Areale ablaufen. Von ihr erfuhren wir dann auch, dass es für die Bewohner keine Entschädigungen gäbe und nur die Hausbesitzer die Gewinner seien. Fang redete draußen ganz unbefangen darüber, so dass uns Lings Flüstereien im Hostel gleich noch viel seltsamer vorkamen. Sie zeigte uns die Uni, an der gerade die Erstsemester unter Aufsicht von Soldaten in Reih&#8217; und Glied stramm Stehen üben mussten und später zeigte sie uns das „Hotel“, in welches wir doch umziehen sollten. Es handelte sich dabei um ein ehemaliges Gästehaus der Uni, wirkte recht verlassen, wenngleich die Zimmer aufgeräumt und sauber wirkten. Dennoch, um uns die Zimmer zu zeigen, musste jemand herbei telefoniert werden, außer uns hätte dort wohl keiner übernachtet und die „Rezeption“ war auch mit einer dicken Staubschicht überzogen. Wir entschieden uns dann auch gegen das Geisterhotel und verabschiedeten uns später von Fang. Sie lud uns noch zum Familienfest an Chinesisch Neujahr ein, was wir dankend annahmen. So haben wir jetzt auch schon einen Termin für den 23. Januar. Fangs Pläne sind für die Zukunft wohl, auch zu promovieren. Und so bot Hanna ihr an, ihr hier und da vielleicht auch helfen zu können, da Fang gern bei einem deutschen Professor unterkommen würde.</p>
<p>Nach unserem sehr erquicklichen und informativen Treffen mit Fang fuhren wir wieder ins Zentrum zurück und begaben uns auf Alternativ-Hostelsuche. Unser Problem ist nämlich, dass wir zwar gern in unserem Bisherigen bleiben würden, wir hier aber noch vier bis fünf Mal das Zimmer wechseln müssten, weil sie es angeblich einfach nicht besser in den Buchungsplan bekommen. Also schauten wir uns am Abend vier Alternativen an und entschieden, dass wir zu meinem Geburtstag wechseln würden. Morgen müssen wir so oder so aus unserem jetzigen Hostel ausziehen, was wir zum Anlass nehmen werden, einen zweitägigen Ausflug in die Region zu unternehmen. So werden wir also in den nächsten Tagen mal ein wenig Land rund um Kunming kennenlernen, was sicherlich ein willkommenes Kontrastprogramm zur Millionenmetropole sein wird. Insofern kommt der Hostelwechsel ganz gelegen.</p>
<p>Fotos, falls übermittelt: Leben im Urban Village, Beim Schlachtfest auf dem Dorf, Bauboom in Kunming</p>
<p>PS: Es scheint, als würde Mailblogging zum Normalfall werden. Bei wordpress komme ich beim besten Willen nicht rein. Unter dem VPN ist es noch lahmer als normal schon.</p>

<a href='http://jamue.wordpress.com/2012/01/10/schlachtfest-auf-dem-land-und-neue-chinesische-freunde/leben-im-urban-village/' title='leben im urban village'><img data-attachment-id='893' data-orig-size='576,324' data-liked='0'width="150" height="84" src="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/leben-im-urban-village.jpg?w=150&#038;h=84" class="attachment-thumbnail" alt="leben im urban village" title="leben im urban village" /></a>
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		<title>China: Erkundungen abseits der Glitzerwelt</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 16:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eins Vorweg: Das Internet-Problem für meinen Lap habe ich immer noch nicht lösen können und im Hostel wird es dafür wohl auch keine Lösung geben &#8211; ich schätze, mein Rechner ist für den ein oder anderen WLAN-Standard einfach zu alt. Und hier ist eben der andere. Mist. Naja, da ich aber auch zwei Bilder auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=888&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins Vorweg: Das Internet-Problem für meinen Lap habe ich immer noch nicht lösen können und im Hostel wird es dafür wohl auch keine Lösung geben &#8211; ich schätze, mein Rechner ist für den ein oder anderen WLAN-Standard einfach zu alt. Und hier ist eben der andere. Mist. Naja, da ich aber auch zwei Bilder auf dem Smartphone habe, die ich gern hier mit bloggen möchte, habe ich mich jetzt für den Weg entschieden, meinen Artikel auf Hannas Lap vorzuschreiben, ihn an mein Phone zu senden, und dann die Bilder anzuhängen und das ganze zum Blog zu jagen. Was tut man nicht alles für die Berichterstattung. Wie bitte? Warum ich nicht gleich von Hannas Lap aus poste? Naja wordpress ist so oder so hier eher gesperrt.</p>
<p>Also, wollen wir mal. Gestern haben wir uns im Laufe des Tages Zutaten für ein sinnvolles, Nudelsuppenfreies Frühstück besorgt, und so ging es heute mit einem selbstgebauten Früchtemüsli-Frühstück in den Tag. Vorher hatte ich dem Schuster an einer Strassenecke meine Merrell-Ledersneaker in die Hand gedrückt, deren Nähte nun schon zum xten Mal aufgegangen waren, und die ich in Bonn Leid geworden war, nähen zu lassen, weil der Bonner Schuster dafür eben auch immer über zehn Euro veranschlagt. Hier holte ich sie nach dem Frühstück ab, zahlte 5 RMB (60 ct) für eine ordentliche handwerkliche Arbeit. Besser sahen die Schuhe nach einem Besuch beim Schustermeister in der Breite Strasse auch nie aus.<span id="more-888"></span></p>
<p>Mit neuen alten Sneakern an den Füssen ging es dann auf Erkundungstour. Die erste dieser Touren hatten wir gestern Abend unternommen und waren dabei durch spannede kleine Gegenden gekommen, in denen direkt hinter den Glitzer-Malls noch einige alte Wohnkombinate zu finden waren, Backsteinbauten, meist 5 bis 6 Stockwerke hoch, mit vergitterten Fenstern und vermutlich sehr kleinen Wohneinheiten, aus denen Energiesparlampenlicht leuchtete. Dennoch waren wir uns nicht so richtig sicher geworden, was für Menschen in diesen alten Blöcken wohnten, und unsere Vermutung schien sich durch unsere Beobachtungen zu decken &#8211; so ziemlich jeder queerbeet in der chinesischen Gesellschaft scheint bislng in solchen Wohnkombinaten gewohnt zu haben. Denn sahen die Gebäude doch wirklich ärmlich und ein wenig heruntergekommen aus, so blieb es nicht aus, dass in den Innenhöfen Mercedes Benz, Audi A6 oder 5er BMW parkten &#8211; eindeutige Anzeichen dafür, dass diese Blöcke doch nicht von den prekären Schichten bewohnt werden würden. Es sei denn, Audi, Daimler und Co. sind in China dazu übergegangen, ihre polierten Limousinen zu verschenken. Was ich aber nicht glaube.</p>
<p>Unsere heutige Erkundungstour führte uns dann auch zunächst in den Südwesten der Stadt, wo ein riesiger See angrenzt. Dieser ist, ich kann das noch nicht so genau sagen, aber ziemlich wirklich groß &#8211; wahrscheinlich kann man in der Länge das andere Ufer nicht sehen &#8211; in der Breite, da wo wir waren, aber schon. Kunming selbst liegt übrigens auf 1850 Metern Höhe und gilt, Dank eines sehr milden Klimas, als die &#8222;Stadt des ewigen Frühlings&#8220;. Dass die Sonne auch bei gar nicht so heißen Temperaturen ihre volle Kraft entwickelt, bekam dann auch im Verlaufe unserer Erkundung mein Nacken zu spüren. Am See landeten wir zunächst an einem Ethnical Village. Das scheint für die Touristen (vor allem Chinesische) aus dem Boden gestampft worden zu sein. Aufgebaut hat man eine chinesische Stadt im alten Stil, in den Gebäuden gibt es Restaurants und Souvenirläden und wenn man möchte, kann man sich Menschen in Minderheitentrachten mieten und sie vor jedem Gebäude in jeder erdenklichen Pose fotografieren. Das richtige ethincal village sparten wir uns aus &#8211; knapp 12 EUR (!!!) wollten wir nicht auf den Tresen legen, um traditionelle Menschen in moderner Plastik-Gaffwelt zu betrachten. Wir suchten uns zu Fuss den Weg zum Seeufer, Eine leere Prachtstrasse verfolgten wir, die Beete akkurat aus dem Gärtnerbilderbuch geschnitzt, an den Seiten ein eingezäunter Compound am anderen &#8211; Wohneinheiten für reichere Chinesen, vermuteten wir. Dabei wurden die Wohnungen größer, die Anlagen grüner und alles in allem wirkte ziemlich geleckt und teuer. Am See trafen wir dann auf hunderte chinesische Touristen, die wie die ersten Menschen sich an ebensovielen Möwen erfreuten, sie fütterten, fotografierten und total aus dem Häuschen waren ob des Spektakels. Wir fanden den diese Art der touristischen Attraktion ganz lustig, knippsten schnell die Chinesen, die wiederum die Möwen knippsten und machten, dass wir uns mit dem Taxi davonstehlen konnten. Über den Bahnhof (Uhhhhfff &#8211; was für ein Mega-Gebäude) führte uns der Weg wieder zurück ins Hostel.</p>
<p>Auf diesem Weg schließlich, machten wir die interessantesten Entdeckungen. Der Normalfall in Kunming sind riesige moderne Bürohäuser, häufig aber auch Wohnhäuser, gern 20 Etagen und mehr hoch, die offenkundig die alten Backsteinwohnsilos ersetzen. In deren Schatten sind aber die Viertel der alten Backsteinbauten noch nicht alle getilgt. Allerdings weissen immer wieder große Abrissbaustellen darauf hin, dass man bemüht ist, diese komplett aus der Stadt zu verdrängen. Auf jeden Fall war es nicht weit von unserem Hostel und der Glitzer-Shopping-Mall-Meile entfernt, wo wir über kleine enge Gassen direkt in ein Viertel kamen, wo noch nicht mal ein X5 oder ein A6 herein gepasst hätte. Wir hatten zuvor den Eindruck, dass es so ganz ärmlich Viertel in der Stadt gar nicht mehr geben würde &#8211; aber dieser Block belehrte uns eines Besseren. Wir stapften durch so so enge Gassen, es stank nach Kloake und Müll Auf diesem Weg schließlich, machten wir die interessantesten Entdeckungen. Der Normalfall in Kunming sind riesige moderne Bürohäuser, häufig aber auch Wohnhäuser, gern 20 Etagen und mehr hoch, die offenkundig die alten Backsteinwohnsilos ersetzen. In deren Schatten sind aber die Viertel der alten Backsteinbauten noch nicht alle getilgt. Allerdings weissen immer wieder große Abrissbaustellen darauf hin, dass man bemüht ist, diese komplett aus der Stadt zu verdrängen. Auf jeden Fall war es nicht weit von unserem Hostel und der Glitzer-Shopping-Mall-Meile entfernt, wo wir über kleine enge Gassen direkt in ein Viertel kamen, wo noch nicht mal ein X5 oder ein A6 herein gepasst hätte. Wir hatten zuvor den Eindruck, dass es so ganz ärmlich Viertel in der Stadt gar nicht mehr geben würde &#8211; aber dieser Block belehrte uns eines Besseren. Wir stapften durch so so enge Gassen, es stank nach Kloake und Müll und die Eingänge waren dunkel und dreckig. Dennoch schien es in diesem Viertel alles zu geben. Kleine Garküchen versorgten auch dort die Bewohner mit frittierten Hühnerkrallen, verkauften halbe Hunde (vor allem das Hinterteil mit Schwanz) und kleine Kioske sorgten für den Rest der Waren des täglichen Bedarfs. Die Gebäude waren hier eng aneinander gebaut worden, dünne Wände, schmale und dunkle Treppen und sehr sehr enge Gebäude. Kaum Licht, keine Fenster und in den Gassen war es ähnlich dunkel. Die Leute, denen wir begegneten machten einen sehr freundlichen Eindruck, belustigten sich, dass wir das ein oder andere Foto schossen und fragten sich wohl, was wir daran finden würden. Es war auf jeden Fall sehr sehr interessant. Und wir sind durch den Spaziergang durch diese schmutzigen Gassen um einen ganzen Eindruck reicher geworden. Keine 50 Meter später, man hatte die letzte dunkle Gasse hinter sich gelassen, stand man wieder mitten auf einer Geschäftsstrasse mit durchgestylten Läden, trendigen Friseurshops und Juwelieren. China &#8211; das ist schon ganz schön krass &#8211; das ist hier streckenweise Gegensatz pur. Wie gesagt, ich denke, dass die Abrissbirnen dafür sorgen sollen, dass dieser Gegensatz nicht mehr so augenscheinlich ist. Spannend wäre zu erfahren, wohin die Menschen gehen, die zuvor die abgerissenen Gebäude bewohnten. Aber Gespräche stellen sich momentan noch insgesamt schwer dar.</p>
<p>Fotos, wenn übermittelt: Schuster, moderne Fußgängerzone und dunkle Gassen hinter der Glitzerwelt.</p>
<p>»Von meinem Samsung Mobile gesendet.«<br />

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</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/888/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/888/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=888&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Jetlag in China: Schlafen wie ein Murmeltier</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[jetlag]]></category>
		<category><![CDATA[kunming]]></category>

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		<description><![CDATA[China. Jawohl! Wir sind angekommen. 32 Stunden Flug, 3 verschiedene Flieger und keine Probleme bei den Übergängen. Auch die Einreise verlief überraschend einfach und schnell &#8211; so schnell ging es weder bisher in den Staaten, noch in Thailand und schon gar nicht in Mexiko. Kurz nach der Landung in Kanton waren wir binnen einer halben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=884&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>China. Jawohl! Wir sind angekommen. 32 Stunden Flug, 3 verschiedene Flieger und keine Probleme bei den Übergängen. Auch die Einreise verlief überraschend einfach und schnell &#8211; so schnell ging es weder bisher in den Staaten, noch in Thailand und schon gar nicht in Mexiko.</p>
<p>Kurz nach der Landung in Kanton waren wir binnen einer halben Stunde durch die wesentlichen Kontrollen geflutscht, hatten unsere Visa vorgezeigt, in eine Kamera gelächelt und unser Gepäck abgeholt, weil wir es angeblich dem Zoll präsentieren sollten, es aber durch Abwesenheit positiv auf sich aufmerksam machte. Also brachten wir unsere Sachen wieder zum Check-In und versuchten dann in den folgenden Wartestunden auf dem Flughafen nicht zu erfrieren.<br />
Gefühlt herrschten dort keine 10 Grad, draußen wehte ein eisiger und nasser Wind, der auch ohne Probleme durch die Ritzen ins Flughafengebäude drang. Wir legten uns in eine weniger zugige Ecke und fielen in tiefen tiefen Schlaf. Unser Wecker verhinderte schließlich nicht nur unseren KälteTod, sondern auch, dass wir unseren Anschlussflug verpassten.</p>
<p>In Kunming meisterten wir dann sogar mit dem Bus unseren Weg bis zum Hostel.<br />
Und hier gibt es zwar Wifi, allerdings nicht für meinen Laptop, was auch erklärt, warum ich mir die Arbeit mache und von meinem Handy aus blogge. Das macht die Finger gelenkig, verhindert aber vorerst Fotos, da ich auf diesem Weg erstmal nur via Mail posten kann.<span id="more-884"></span></p>
<p>Nach einem ganz leckeren Abendessen fielen wir erneut in einem tiefen tiefen Jetlag-Schlaf, der für mich erst nach 14 Stunden endete. Heute Morgen (besser Mittag) gab&#8217;s dann auch erstmal eine Nudelsuppe, bevor sich Hanna mit ihrem Kontakt von der Uni hier getroffen hat. Ich werde gleich mal einen Schuster aufsuchen, dem ich extra aus Deutschland ein wenig Arbeit mitgebracht habe und dann geht es endlich an die erste richtige Stadterkundung.</p>
<p>Zum Abschluss noch die drei markantesten ersten Eindrücke:</p>
<p>1. Toiletten sind bähh würg iiieh. Man sollte sich dort nie länger aufhalten als erforderlich.<br />
2. Ich weiß jetzt, wie sich ein Analphabet fühlt.<br />
3. Man darf aus eigenem ästhetischem Interesse Chinesen nicht beim Essen zusehen.</p>
<p>Soweit ein erster kurzer Bericht und damit auch mein erster richtiger Artikel, der ausschließlich auf meinem Handy entstanden ist. An Laptop ist es irgendwie bequemer. Vielleicht löse ich dessen Internetproblem ja auch noch.</p>
<p>(Foto, falls mit übermittelt: Blick von unserer Hostelterrasse)</p>
<p>»Von meinem Samsung Mobile gesendet.«</p>
<p><a href="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/foto0718.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-885" title="SAMSUNG" src="http://jamue.files.wordpress.com/2012/01/foto0718.jpg?w=468&#038;h=351" alt="" width="468" height="351" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/884/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/884/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=884&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pretest für China</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 22:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt habe ich zumindest schon mal gesehen, dass das Mailbloggen klappt. Jetzt wüsste ich ganz gern noch, ob das auch klappt, wenn ich die Blog-Mailadresse hinter einem Alias verberge&#8230;.. und wenn dies hier in meinem Blog erscheint, ist der Test erfolgreich. Ich drück mir die Daumen&#8230;. !<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=881&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt habe ich zumindest schon mal gesehen, dass das Mailbloggen klappt. Jetzt wüsste ich ganz gern noch, ob das auch klappt, wenn ich die Blog-Mailadresse hinter einem Alias verberge&#8230;.. und wenn dies hier in meinem Blog erscheint, ist der Test erfolgreich.</p>
<p>Ich drück mir die Daumen&#8230;. !</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/881/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/881/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=881&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Test für China</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 22:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich gelesen habe, dass neben Twitter, Flickr und Facebook auch WordPress in China gesperrt sein wird, bin ich jetzt der Hoffnung, dass man vielleicht via Mail hier posten kann. Um das zumindest schon mal von hier aus zu testen, habe ich diesen Eintrag mal ans Blog gemailt. Jetzt bin ich selbst mal gespannt, wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=880&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich gelesen habe, dass neben Twitter, Flickr und Facebook auch WordPress in China gesperrt sein wird, bin ich jetzt der Hoffnung, dass man vielleicht via Mail hier posten kann. Um das zumindest schon mal von hier aus zu testen, habe ich diesen Eintrag mal ans Blog gemailt. Jetzt bin ich selbst mal gespannt, wie das jetzt ausschaut.</p>
<p>Und damit sei hier auch gleich hingewiesen, dass ich zwar gewillt bin, hier zu berichten, aber noch nicht weiß, welche weitere Hürden mir dabei noch in den Weg gelegt werden. Es bleibt spannend!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jamue.wordpress.com/880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jamue.wordpress.com/880/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jamue.wordpress.com&amp;blog=3642788&amp;post=880&amp;subd=jamue&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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