Blogstöckchen: Diese drei sind immer dabei

Vor einem guten Monat, ich war gerade in Indien unterwegs, schwitzte und litt unter der Hitze, ward mir mitten auf der Reise ein Blogstöckchen zugeworfen. Martin von BikeTourGlobal bewarf mich einfach so von der Seite, nachdem er sich das Stöckchen dreist geschnappt hatte, ohne, dass es ihm jemand zugeworfen hatte. Und nun war es zu mir gekommen – und ich muss liefern. 🙂

Worum gehts beim Blockstöckchen? Wenn ich es richtig verstanden habe, haben dieses Stöckchen das erste Mal die Jungs von Outdoorseite.de (aus irgendwelchen Gründen gerade unerreichbar) geworfen und dabei andere Blogs dazu aufgerufen, zu einem bestimmten Thema ein Post zu verfassen und dann das Stöckchen mit dem gleichen Auftrag an drei weitere Blogs weiterzugeben. Wie unschwer zu vermuten ist, dreht sich das Thema ums Reisen und konkret ist die Mission, drei Dinge vorzustellen, die auf jeder Reise dabei sind – und niemals fehlen sollen. Dabei lernt man nicht nur, was die anderen gern beim Weltenbummeln dabei haben, sondern obendrein gibts Tipps zu spannenden Blogs, die man bisher nicht kannte. Also – soweit die Einführung – nun werde ich Euch erzählen, was auf keiner meiner Reisen fehlen darf.

Mein Schweizer Offiziersmesser

Victorinox Camping

Seit 2005 ist dieses Exemplar im Rucksack – und scheute auch keine Kokonüsse.

Schraube locker? Weinchen trinken. Feuerholz sägen. Brötchen schmieren, Löcher in den Gürtel stechen, Dosen öffnen. Das sind die Basisanforderungen, denen ein Schweizer Messer gerecht werden muss. Ich wollte immer ein schmales Messer haben, was auch in der Hosentasche nicht zu sehr aufträgt – und mit diesen Funktionen bin ich nun seit über zehn Jahren zufrieden. Das abgebildete Exemplar habe ich mir in Quito/Ecuador gekauft, nachdem mein vorheriges Victorinox auf dem Hinflug über Caracas und Guayaquil irgendwann aus meiner Deckeltasche verschwunden war. Seitdem ist es bei mir. Gezeichnet ist es von einem Kampf mit einer renitenten Kokosnuss, die ich mit meinem Vater in Tulúm/Mexico auf der Veranda unserer Cabaña öffnen wollte. Zugegeben, das Projekt war eine große Herausforderung für den kleinen Offizier und eine einheimische Machete hätte sicherlich kein großes Federlesen mit der Nuss gemacht. Mein kleines Messerchen bohrte sich aber unnachgiebig in die Nuss, als es wieder raus sollte, verlor es seine Spitze. Am Ende siegte aber der kleine Schweizer – und die Kokosnuss samt ihrem leckeren Fleisch landete in unseren Mägen.

Mein Buff

Ein Buff - praktischer geht's nicht, wenn die Kälte nicht arktisch wird.

Ein Buff – praktischer geht’s nicht, wenn die Kälte nicht arktisch wird.

Ein praktisches Schlauchtuch, dass schnell trocknet, sich am Hals toll anfühlt, Farbe unters Gesicht schmiert 🙂 und dazu auch noch im Notfall als Mütze herhalten kann – praktischer hatte ich es nie. Das gute Stück wiegt nix, passt sogar in die Hosentasche und hat schon häufig verhindert, dass ein Halskasper sich über Nacht durchsetzen konnte. Ich liebe dieses Tuch – es könnte aber übrigens genauso gut von Head sein – ich würde es wahrscheinlich genauso lieben. Geschenkt bekommen habe ich es übrigens auf der Outdoor 2007 in Friedrichshafen. Die Jungs wollten nach der Messe einfach keine schweren Koffer mehr mit nach Hause nehmen. Seitdem halte ich es in Ehren. Und muss an dieser Stelle noch einmal Danke an das Buff-Messe-Team sagen.

Lucido TR1 – Erleuchtung in dunkler Nacht

Lucido TR1

Zu guter letzt darf auf keiner Reise oder Tour die kleine Lucido fehlen. Vier LEDs können einen Wald schön kreisförmig ausleuchten. Egal ob man nachts von Altenahr durch den tiefdunklen Wald hoch zum Steinerberghaus oder einfach im Zelt noch etwas lesen möchte – eine Kopflampe, und um genau zu sein diese, möchte ich nicht mehr missen. Sie hat zwei Leuchtstärken, wobei meist die ernergiesparende leicht abgedunkelte Version voll ausreicht. Drei kleine AAAs treiben die Hädböng an und im Volllichtmodus hat selbst das Reh im Wald das Gefühl, es starrt in Xenon-Scheinwerfer eines Jaguars. Na gut, das war jetzt übertrieben, aber sie tut ihren Dienst enorm gut. Das abgebildete Exemplar ist, ähnlich wie mein Victorinox, schon nicht mehr die ursprüngliche Lampe. Mit der läuft seit Dezember 2008 ein mexikanischer Soldat herum. Er hatte sie bei einer nächtlichen Gepäckkonktrolle in meinem Rucksack gefunden und für nützlicher in seinem Besitz erachtet. Ich schlief oben und hatte vom Besitzerwechsel erst am nächsten Morgen am Busbahnhof erfahren, als ich meinen offenen Rucksack zurückbekam. Einen Monat später fuhr ein Freund von mir durch jenen Military Checkpoint in Chiapas México, den ich zuvor passiert hatte. Und siehe da: Einer der Soldaten, die den Bus kontrollierten, hatte eine Lucido-Stirnlampe auf. Ein Schelm, wer böses dabei denkt – oder eben: Mein Beitrag zum mexikanischen Drogenkrieg. Die jetzige Lampe hat leider schon ein Mammut-Branding, das Vorgängermodell war noch 100% Lucido. Schade, wenn kleine Marken verschwinden, weil große Glas- und Blechbearbeiter auf Einkaufstour gehen.

Und weiter geht’s

Damit das Stöckchen weiterfliegt werfe ich es quer rüber zu drei anderen Blogs:

Die Damen von Unterwegs in der Welt haben bestimmt etwas zum Thema beizutragen.

Fabzgy hab ich in Perú kennengelernt, in México beherbergt und dann zufällig auf einem Konzert in Bonn wiedergetroffen. Er bloggt auf Englisch – aber das sollte kein Problem sein.

Und jemand, der so rasend und hightechmäßig in der Welt mit Minimalausstattung reportiert, so wie das Richard Gutjahr macht, hat bestimmt auch spannende Sachen im Rucksack.

Eine Anleitung und eine Liste der Beworfenen findet sich (wenn wieder online) hier.

2 Antworten

  1. […] Jacob von Nach der Reise ist vor der Reise: Blogstöckchen: Diese drei sind immer dabei […]

  2. Das Schweizer Armee Messer ist auch ein Muss bei jeder Trekkingtour.

    Danke für den Beitrag!

    Gruß,

    Chris

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