Auf dem Weg

So, jetzt geht es endlich los. Und da ich im ICE gerade auch noch eine ganz passable Internetverbindung habe, will ich mal schnell noch vor dem Frankfurter Flughafen einen Start-Post hinterlassen.

Und das erste Erlebnis darf ich auch schon notieren. Zum einen hätte ich meinen InterCity zum Flughafen beinahe verpasst. Und der Grund ist so simpel wie komisch: ich hab einfach noch nie erlebt, dass die xx:14er-Züge in letzter Zeit überhaupt einmal pünktlich aus Bonn abgefahren wären. Aber gut, einmal ist wahrscheinlich auch bei der Bahn immer das erste Mal, und so schaffte ich ihn noch gerade so, als ich pünktlich um 14 nach am Bahnsteig erschien. Weiterlesen

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Kleine Knockouts, große Hitze und indische Kontraste.

Es ist Samstag abend, als wir Chennai verlassen wollen. Der Knock-Out hatte in der vergangenen Nacht zugeschlagen und Hanna erwischt. Den ganzen Samstag sah es eher nicht so aus, als würden wir wirklich am Abend in den Nachtzug nach Madurai steigen, Hanna hatte kaum etwas essen können, das Bett war ihr am liebsten und die Hitze machte den Tag auch nicht gerade erträglicher. Am Abend entschieden wir uns dann aber doch, die hart erarbeiteten Zugtickets zu nutzen und ließen uns gegen acht mit einer Rikscha an die Egmore Station bringen.

Straßenszene in Madurai am frühen Morgen

Morgens um 6 auf den Strassen Madurais

Wir hatten einen Liegewagen gebucht, der durchaus als einfach zu bezeichnen war. Sechs, mit blauem Leder bezogene Klappliegen in einem offenen Abteil, darüber drei riesige staubige Industrieventilatoren, die die stickige Luft durchquirlen sollten, gegenüber zwei weitere Liegen übereinander. Alles in blau gehalten, und begleitet von einem Geruch, wie er mir zuletzt in hochsommerlichen Reichsbahnzügen begegnet war, gepaart mit indischem Essen und dem üblichen Abgas-Smog Chennais, der noch durch die „Fenster“ hereinzog – also durch die vergitterten Löcher, die man als Fenster in die Waggons gefräst hatte. Weiterlesen

Projekt: indische Bahntickets kaufen

(Chennai/ Madras) Es ist kurz nach zwölf, als ich mich auf den Weg mache. Ich will von Triplicane zur Egmore Station – Google Maps verriet mir, dass das gut 3 km wären – also beschloss ich, mich nicht mit dem „Bussystem“ rumzuärgern, sondern kurzerhand zu Fuß zu einem der Hauptbahnhöfe zu laufen. Mein Ziel: Zwei Tickets für den Nachtzug von Chennai nach Madurei, für Samstag, am besten im Sleeper.

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