Über die unerträgliche Freundlichkeit von Bahnmitarbeitern am Weihnachtsmorgen

Den ganzen Heiligen Abend über ist Schnee gefallen. Schnee in einer Masse, wie ich es eigentlich nur aus den verträumten Wintersportgebieten in den Alpen kenne. Verwehungen auf den Strassen. Die Strassen überhaupt nur noch weiß, so wie man es nur von Bildern aus dem fernen Lappland oder von den Fotos vom Weihnachtsurlaub in Island kennt. Wahnsinnig viel!

Nach Mitternachtsmesse waren wir mit Freunden traditionell einen Weihnachtsumtrunk nehmen. Bis in den frühen Morgen haben wir zusammen gesessen und trennten uns gegen 4. Die chaotische Wettersituation machte meinem Bruder und mir schnell den Plan kaputt, ein Taxi zu bekommen. Die Einzigen, die leise über den Leipzig Ring schleichen, sind voll besetzt, heben im Vorbeifahren die Schultern und verweisen darauf, dass sie voll sind.

Es ist 10 vor 5 als wir unsere erfolglose Taxisuche am Leipziger Hauptbahnhof einstellen und uns mit der Situation abfinden, nun doch auf den ersten Zug zu warten. Weiterlesen

Go east!

3 Rucksäcke, 1 Zugticket und drei Freunde. Heute Abend geht es endlich wieder los. Es geht auf auf dem eigenen Kontinent nach Osten – besser gesagt Südosten, und ich werde mit zwei Freunden neue Länder anschauen und erkunden.

Mit dem Nachtzug geht es zunächst über Wien nach Budapest, womit ich mich noch auf bekanntem Terrain bewege. Das Wochenende wollen wir in Budapest verbringen und dann am Sonntag vielleicht schon weiter auf dann unbekanntes Terrain ziehen. Novi Sad im nordserbischen Vojvodina könnte der nächste Halt auf dem Weg nach Belgrad werden, bevor wir, soweit bislang zumindest der Grobplan, es uns wieder richtig nach Osten treibt und wir nach Timisoara, Sibiu, Bukarest in Rumänien und später durch Bulgarien weiter in Richtung Türkei bahnen werden.

Istanbul ist ein Hauptziel der Reise, aber wenn es sich ergibt, werden wir uns auch noch ein wenig Griechenland und Balkan von Süden kommend anschauen – aber das muss vorerst offen bleiben.

Wichtig ist, dass es losgeht und das es spannend wird. Gut zwei Wochen stehen zu unserer bahnerischen Verfügung. Wir werden das Beste draus machen und ich versuch hier ab und zu einen kurzen Bericht dazulassen. Schaumermal, wie gut die Cyberinfrastruktur in Südosteuropa ist.

In diesem Sinne, Istanbul wir kommen!

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