Aus und vorbei. Wie die Uni uns aus dem Hörsaal schob…

So, jetzt ist es geschafft, und die Uni Bonn ist endlich ihre Magisterstudenten los. Ich war dabei, darf mich jetzt „Meister“ nennen und bin eigentlich ganz froh, dieser Institution zu entfliehen. Warum so negativ? Nun ja, die Uni Bonn, urteilt man (jetzt ausnahmsweise nur) nach der Feierlichkeit unserer Zeugnisübergabe, wollte uns eigentlich auch nur noch schnell loswerden. Und das hat sie uns auch spüren lassen. Und die Philosophische Fakultät und ihre Dekanin Frau Gymnich haben sich alle Mühe gegeben, sich keine Mühe zu geben. Mission complete, hätte man gestern sagen können.

Der feierlich geschmückte Hörsaal bei der Zeugnisverleihung

Mitte links: Tafel mit Aufschrift „Herzlichen Glückwunsch“, Mitte: Herausgeputzte Dekanin, dahinter: Nichts. Mitte rechts: An die Seite geschobenes Klavier. Nirgendwo: Nett gemacht.

Damit uns nicht zu festlich zu Mute wird, hatte man die „feierliche“ Zeugnisübergabe an die Magistranten extra aus der Aula wegverlegt und in einen großen Hörsaal stattfinden lassen. Festsaal? Pah – den zeigt die Uni Bonn gern Leuten von außerhalb, aber die eigenen Absolventen sollten dort eigentlich nicht rein, könnte man meinen, der Hörsaal 10 ist ja auch chique ausreichend. Schon im Vorfeld waren wir Absolventen mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden, dass wir uns ja nicht einfallen lassen sollten, Sekt oder Ähnliches mitzubringen, damit uns nicht zu feierlich zu Mute würde weil die Uni bedauerlicherweise über keine Papierkörbe verfügen würde, die Glasmüll aufnehmen könnten. Nun gut, also den Studenten die wenigen Möglichkeiten genommen, es zu etwas netten werden zu lassen, hatte sich wenigstens die der Rektor Frau Dekanin in einen langweiligen grauen Blazer geworfen und sich mühevoll eine Rede überlegt zurechtgetippt, die langweiliger nicht hätte sein können. Lebhaft kann ich mir vorstellen, wie sie sich eine Liste hat bringen lassen, auf der die Themen der Magisterarbeiten standen, um damit ihre Rede anzureichern  auszuschmücken, die wohl vorgaukeln sollte, sie sei ganz nah dran gewesen und hätte sich tatsächlich eine der Arbeiten angesehen…. Weiterlesen

Die kleinen Reisen

Ziemlich kalt und grau war es wieder geworden in Bonn, als ich mich am Freitag gegen Mittag auf den Weg zum Konrad-Adenauer-Flughafen machte. Drei Tage hatte vorher der Frühling schon mal einen kleinen Vorgeschmack gegeben, wie es wohl werden würde, doch am Freitag gab ihm dann der Winter, also der Rheinische, mit Wind und Regen noch einmal richtig die Kante. Ich war froh, als ich am Nachmittag abhob, durch die Wolkendecke brach und auf dem Weg nach Südosten eine Stunde lang die Sonne ins Gesicht bekam. In Wien selbst sah es dann nicht anders aus: Regen, Wind, udn ein paar Schneeflocken dazwischen. Nichtsdestotrotz (schreibt man zusammen?!) habe ich ein wunderbares Wochenende dort verbracht.

Auch wenn, nach einem teil sonnigem Samstag in und um Schloß Schönbrunn am Sonntag und Montag Frau Holle noch einmal die Flocken tanzen ließ. Und wie ich so die Tage in Wien verbrachte, dachte ich mir: Wow – tolle Stadt. Hier muss ich nochmal hin. Ich hab von diesem wunderbaren Wochenende ein paar Bilder mitgebracht. Weiterlesen

Und der Rhein steigt.

Schon als ich aus den Weihnachtsferien aus Sachsen wieder nach Bonn kam, waren die Spuren der weißen Weihnacht weitestgehend beseitigt. Kein Schnee mehr weit und breit, nur noch vereinzelt konnte man, aber nur, wer genau hinschaute, noch die letzten matschigen Reste von Schneehaufen entdecken. Totzdem war der Rhein noch weitestgehend ein Rinnsal geblieben. Bis vor 2 Tagen. Seitdem schwillt er und scheint gar nicht genug Wasser auf einmal transportieren zu können. Allein in den vergangenen 2 Tagen stieg der Pegel auf über  das Doppelte.

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