Flughafensicherheit: Was war DA eigentlich los?

Diesen Artikel muss man nicht lesen. Man kann ihn hören:

Zahnpasta, Deo, Kontaktlinsenflüssigkeit, Cremes und Duschgel – alles muss raus aus dem Handgepäck – darf, wenn nicht größer als 100 ml, in einem verschließbaren Plastikbeutelchen mitgeführt werden und wenn größer: Dann gar nicht! Weil man damit Dinge basteln könnte, die dem Wohl der Fluggäste schaden könnten. Angeblich.

Ich halte diese Vorschrift, schon seitdem es sie gibt, für Schwachsinn. Muss mich ihr aber immer wieder beugen und habe mich daran gewöhnt. Sogar so sehr, dass ich diese Regelung zwar immer noch für überflüssig und wirkungslos halte, aber ich immer bestens drauf vorbereitet bin. Und ich spiel das Spiel mit, der Plastikbeutel wandert auf’s Scannerband bevor mich jemand danach fragen kann. Weil’s dann schneller geht. Und wenn die Politik meint, dass ich mich dank solcher Regelungen auf dem Flug sicherer fühlen soll: Bitteschön. Dankeschön, dass ihr euch um mich kümmert. Aber wie sehr wird sich denn wirklich um meine Sicherheit gekümmert? Weiterlesen

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10 Stunden Leipzig oder: Für Elise.

Es ist Donnerstag Vormittag, als ich einen Anruf bekomme, der meine Planung kurzfristig komplett umkrempeln sollte. Mein Bruder ist am Telefon und berichtet mir freudig, dass er seit ein paar Stunden Papa ist. Eine kleine Elise ist völlig gesund, und rebellisch früh (anderhalb Wochen vorher), zur Welt gekommen. Angesichts meiner Mexiko-Pläne komme ich ins Überlegen. Soll ich die Kleine wirklich erst in einem Jahr mir anschauen – schließlich habe ich nicht mehr geplant, 12 Tage vor Mexiko noch einmal nach Leipzig zu kommen. Aber jetzt – es muss einen Weg geben.

Ein Anruf bei meinem anderen Bruder, der glücklicherweise Airliner ist, macht den Weg frei. Und so sitze ich Freitag morgen kurz nach 5 im Flugahfenzubringer und bin auf dem Weg zu Konrad-Adenauer-Flughafen.

Kurz vor 8 setze ich am Freitag Morgen in einem verregneten und grauem Leipzig auf. Die Wolken hängen tief und ziehen weiter in Richtung Osten. Ich bin dem rheinischen Wetter vom Vortag hinterhergeflogen. Aber egal. Grund genug, eine Sonnenblume zu kaufen und mit frischen Brötchen im Gepäck mich auf den Weg zu meinem Bruder zu machen.

Punkt Neun steh ich bei der kleinen Familie vor der Haustür und darf das neue kleine Wunder – Elise – bewundern.

Faszinierend. Zwei Tage alt, alles ist so miniklein. Die Hände sind so groß, wie das vorderste Daumenglied,

der Unterarm ist so lang, wie mein kleiner Finger. Die Finger und Zehen haben winzig kleine Miniaturnägel – es ist wirklich schon toll – so ein kleiner kleiner Mensch – aber alles ist dran und funktioniert.

Als ich bei den Dreien bin, ist Elise ziemlich schläfrig – die Augen halb offen, mal halb zu, versucht sie sich langsam an die Welt zu gewöhnen. Probleme gibt es keine, ungewohnt scheint nur noch der viele Platz auf einmal zu sein, den sie um sich herum hat. Da kann man schon einmal erschrecken und ein bißchen weinen.

Mein Besuch dauert bis zum Mittag, später taucht meine Mama, die ja mal wieder Oma geworden ist auf, und mit ihr räume ich das Feld.

Ich habe für meine Leipzig-Blitz-Aktion insgesamt nicht viel Zeit geplant. Schon am späten Nachmittag wollte ich wieder in Leipzig in den Flieger steigen und zurück nach Köln/Bonn fliegen. Trotzdem schaffe ich es noch, meinen lieben Freunde Daniel zu aktivieren und zu einem kurzen, aber leckeren hausgebrauten  Bierchen im Brauhaus zu bewegen. Eine Stunde haben  wir für unser kurzes Treffen und es ist wahrscheinlich das letzte Mal vor Mexiko, das wir uns gesehen haben. Schön, dass das geklappt hat.

Nach einem weiteren Treffen mit Mama und Papa auf ein finales Leipzig-Bier mache ich mich gegen 5 wieder auf den Weg zum Flughafen. Die Maschine zurück hat leider 40 Minuten Verspätung – 40 Minuten, die ich auch in Leipzig noch hätte nutzen können. Aber egal.

Zurück in Bonn schaue ich kurz nach 8 auf ein Ausstandsglas Sekt im Steppenwolf vorbei, danach noch auf ein Bierchen mit den Kollegen und auf dem nach-Hause-Weg noch kurz auf dem Geschichts-Sommer-Fest vorbeigewunken. Danach fahre ich, so langsam merkend, dass mir die Energie schwindet, völlig übermüdet mit dem Nightliner nach Haus – und falle in einen tieeeefen Schlaf. Ein verrückter Tag, wahnsinn, was man alles in 24 Stunden packen kann – aber alles für diesen Augenblick – alles für Elise.

Überraschung und Abschied

Und schon wieder auf Achse. Weil Cogi in der BAcht ab Frankfurt abheben sollte, haben Steffek und ich noch Montag Abend beschlossen, ein Smart zu mieten und Cogi auf dem Frankfurter Flughafen vor seinem Abschied zu überraschen. Gesagt getan. Also gesagt und getan – den Smart online gebucht, und dann am Nachmittag in Empfang genommen.

(Der Smart auf der Limburger Domplatte – geb das Foto auch gern entgeldlich zu Werbezwecken ab :-))

Gegen 8 trafen wir uns am Steppenwolf in Bonn und starteten dann durch nach Frankfurt. Nach anerthalb Stunden Fahrt trafen wir am Fraport ein und stellten den Wagen in eine völlig überteuerte Tiefgarage (1Std=1,50 EUR, 2 Std=3,60 und jede weitere 3,60 EUR = geschenkt!). Nachdem wir Cogi nicht am Check-In sahen, griff ich zum Telefon und rief ihn an. Fragte, wie alles so liefe und wo er sich denn so befinden würde. Weil er gerade mit einer Freundin am Telefonieren sei, würde er mich zurückrufen. Wir hatten noch nicht verraten, dass wir in FRA seien – und machten uns auf die Suche in Terminal 2. Leider erkannte er uns früher, als wir ihn. Völlig fassungslos nahm er das Telefon runter mit den Worten „Katrin, warte mal, Stefan und Jakob sind hier!“. „WAS MACHT IHR DENN HIER????“ – die Überraschung war geglückt. Cogi war schlicht sprachlos. Genial. Also packten wir ihn ein und gingen nach draussen, um mit ihm noch ein Bierchen zu trinken.

(Meinereinerseiner, Cogs und Stefan vor dem Terminal II auf dem Fraport)

Nach einer guten Stunde auf dem Flughafen verabschiedeten wir Cogi durch den Security-Check. Und ich glaube, dass uns unsere kleine Überraschung überaus gelungen war. Cogi sprachlos, glücklich und das vor seinem großen Jahr in Australien. Bestens.

Gegen elf gaben wir dem unverschämten Parkautomaten, was er meinte, was ihm gebühren würde. Und dann starteten wir wieder über die A3 in Richtung Bonn. Auf Höhe Limburg fiel Stefan und mir noch auf, dass wir beide noch nie den Limburger Dom aus der Nähe gesehen hatten und beschlossen kurzer Hand, eine kleine Pause am Dom einzulegen.

(Meinereiner und Stefan vor dem nächtlichen Limburger Dom)

Und um Mitternacht begaben wir uns dann schlußendlich auf die letzte Etappe. Kurz nach 1 standen wir dann wieder vor der Wohnung in Bonn und freuten uns, über unsere gelungene Aktion. Heute früh werd ich den Smart wieder zurück bringen und dann geht die Woche weiter.

Was Cogi betrifft, der landet morgen früh um 0430h in Darwin und wird viel Neues erleben. Viel Spaß dabei!!!

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