Die StaSi hätte sich danach gesehnt – Google und seine Datensammlung

Ein sehr hörenswerten Beitrag zu einer Diskussion rund um den Datenriesen Google hat heute der Deutschlandfunk ausgestrahlt. Er ist kurz und prägnant (3:30 min) und sollte mal wieder dazu anregen, darüber nachzudenken, ob man wirklich alle Dienste von Google nutzen sollte und somit dem US-Riesen bei der größten und präzisesten personellen Datensammlung der Welt hilft.

Vielleicht sollte man eben doch ab und zu mal andere Dienst für Suchen, Email oder Terminplanung in Anspruch nehmen und somit die Zusammenführung der eigenen Nutzungsdaten einem Konzern wie Google nicht allzu leicht zu machen. Schließlich besteht das Internet nicht nur aus Google. Und auch wenn die Google-Dienste verlockend gut gestaltet sind – man sollte immer im Kopf behalten: Du zahlst mit Deinen wertvollen persönlichen Daten.

Nachtrag: Inzwischen ist der Beitrag auch in Textform bei dradio.de abrufbar.

Tunnelblick beim googlen

Was wären wir heute ohne das Internet? Und was täten wir in manch einer Situation ohne Suchmaschinen? Hach, wir würden Wissenslücken mit Büchern füllen müssen, Lexika, Atlanten, Wörterbücher, Almanache und andere NAchschlagewerke unser eigenen nennen, damit wir manch Problem genauso schnell klären könnten, wie wenn es nicht einfach einen Klick entfernt wäre. Google und Wikipedia schlichten denn auch so manche Differenz, die in Diskussionen entstehen und helfen, auch längst verschütt gegangenes Hintergrundwissen aufzufrischen. Eigentlich genial! Aber es gibt etwas, das gerade am googlen nicht genial ist.

 90 Prozent der Internetsurfer in Deutschland nutzen für ihre Internetrecherche google. Entweder Google findet etwas zu ihrer Suchanfrage, oder Google findet nichts. Findet Google nichts – ist für viele hier die Internetrecherche zu Ende. Dabei vergessen sie häufig, dass es vor Google auch noch hunderte andere Suchmaschinen gab, die man früher nutzte. Okay, heut ist das schwieriger, weil eine Menge früherer Anbieter auch seine Suchergebnisse mit Google generieren lässt, und man so beispielsweise bei Lycos und WEB.de schlicht die gleichen Ergebnisse bekommt, wie wenn man sie auf der doch nach wie vor recht übersichtlichen Seite von Google sucht. Dabei lohnt doch zuweilen die Nutzung einer Google-unabhängigen Suchmaschine und siehe da: Man bekommt zu manch Suchanfrage, bei der Google kapituliert, unerwarteterweise Suchergebnisse und bei anderen bekommt man schlicht ganz andere Ergebnisse. Und man stellt schnell fest: Was google nicht weiß, muss nicht zwangsläufig auch nicht existieren. Es ist sicherlich bedenklich, wenn man die Internetwissensfilterung nur über Google abwickelt und damit einem einzelnen Unternehmen den Auftrag erteilt, mir zu sagen, was wichtig ist, und was nicht. Was in die Trefferlisten gelangt und was nicht. Warum etwas eine hohe Relevanz hat, und etwas anderes keine Relevanz besitzt. Und dies auch noch, wenn Google noch nicht einmal sich in die Karten schauen lässt, wie sie Suchanfragen bearbeiten und nach welchem System die Ergebnisse zustande kommen. Also: Ab und zu mal wieder auch eine Internetrecherche mindestens zusätzlich bei anderen Suchmaschinen machen. Schon vergessen, welche es noch gibt? Na dan, hier ein paar Alternativen:

  • Altavista – klassische Suchmaschine
  • Alltheweb.com – klassische Suchmaschine
  • MSN – ja, auch bei denen kann man’s mal versuchen und:
  • agent55.com – Schickt die Suchanfrage an 9 weitere Suchmaschinen – einfacher kann ich kaum mehr finden.

Einen interessanten Artikel (Süeddeutsche) über die Quasi-Monopolstellung von Google bei der Internetrecherche und warum man das auch mal hinterfragen darf, sollte, könnte, müsste und überhaupt, findet sich hier!

Photonachweis: unter Creative Commons License von Niemster .

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