Wieder da.

Eine ganze Weile habe ich mich jetzt hier auf meinem eigenen Blog nicht mehr sehen lassen, weil das Leben draussen einfach so viel zu tun für mich hatte, dass ich kaum dazu kam, mich vor den Lap zu setzen, und meine kleinen großen Erlebnisse hier in Bild und Schrift zu hinterlassen.

Dabei ist doch nicht wenig passiert seit dem letzten Eintrag. Ich habe in London den Tag der deutschen Einheit gefeiert, bin weiter in die Bretagne geflogen und habe fast zwei Wochen die dortige Gegend unsicher gemacht, wunderschöne Küstenlandschaften auf Belle-île, rund um Quiberon, Vannes und Saint Malo genossen und bin dann zurück im Rheinland mal tief hinabgestiegen in einen Brunnen, um einen Hinweis auf das Versteck eines Geocaches zu kommen. Alles in allem, und da lass ich jetzt mal das Familiedrama zwei Häuser vom Meinigen entfernt aus, ein ereignisreicher Oktober bislang.

Und da hab ich auch vergessen, dass seit einer Woche die Uni wieder läuft. Wahrlich ein wenig komisch für ich, hatte ich doch das letzte Seminar deutscher Art vor über eineinviertel Jahren besucht und so komme ich mir inzwischen schon fast wieder wie ein Neuling vor: Keine bekannten Gesichter mehr in den Kursen, wenn überhaupt, dann in der Bib und rund um einen herum: nur Menschen, die Studiengänge studieren, die man nicht kennt und nicht versteht. Und mitten drin man selbst, fast schon verloren mit seinem altbackenem Magister, bei dem schon kaum mehr ein Dozent weiß, was er dem Studenten bieten muss, damit er seine Schein bekommt.

In diesem Sinne, es bleibt spannend – nicht nur an der Uni, auch ganz sicher das Leben!

Finale oder: Kaffee um 12

Nein was war das spannend gestern. Unglaublich. Zittern bei Bildausfall. Das ZDF konnte nix dafür. Sagen sie. Und wir haben am Ende ja doch nix verpasst. Die Tore fielen, in der richtigen Reihenfolge, wenn am Ende auch bildlich verzögert – denn doch nicht zu spät. Und danach glich Bonn einem Fahnenmeer. Autokorsos überall, die Polizei hier und da dazwischen, sorgte für nicht zu lange Standzeiten der Autokorsofahrer auf der Route und hielt den Korso so am Leben und Laufen und tausende von Menschen tanzten auf der Strasse oder saßen einfach nur rum und schauten den anderen beim Feiern zu.

Hach nee, wat schön, dass wir wieder mal was zu feiern haben und ich freu mich irgendwie auch schon darauf, als Europameister nach Mexiko zu gehen. Okay, noch ist das Zukunftsmusik, aber am Sonntag, wenn wir dann gegen Rußland gespielt haben, dann ja dann ja dann dann dann…

Beim nächsten Spiel, das fände ich doch ganz angenehm, könnte allerdings unsere Elf ein bißchen mehr Gas geben. Nur ein wenig progressiver aufspielen. Auch mal den ein oder anderen Zweikampf gewinnen und uns am Ende das Gefühl geben, ein spannendes, ein herausragendes, ein virtuoses, ja ein fulminates deutsches Spiel gesehen zu haben, mit einem verdienten Ende. Bitte. Bitte. Danke.

Melde hiermit auch noch ein Opfer der vergangenen Nacht. Eine so genannte Verlustigkeit. Ein Headset für SonyEricsson hat sich wahrscheinlich schon vor mir allein auf den Heimweg gemacht. Es ist da aber nie angekommen. Wer es irgendwo durch die Gegend herumirren  oder es verträumt auf einer Parkbank herumlungern sieht, möge ihm doch bitte sagen, es solle nach Hause kommen.

Noch was. Unbedingt hier mal reinhören. Laura Lopez Castro. Toller Name. Tolle Frau. Wunderschöne Stimme. Gefühlvolle Musik. Einfach klicken&genießen!

Empfehlung: Dazu einen großen Kaffee mit Milch.

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