Schlachtfest auf dem Land und neue chinesische Freunde

Hannas Kontakt in Kunming ist nicht gerade der (oder besser die) hilfreichste. Die Dame, die sie über ihr Forschungsprojekt  kennt, sollte ihr hier eigentlich den Einstieg erleichtern, Kontakte herstellen, Tipps geben, ein wenig unterstützen beim Start der Forschungen.

Schon beim ersten Treffen mit (wir nennen sie hier mal) Ling zeichnete sich ab, dass sie wenig zu erzählen hat – oder: wenig erzählen will. Die beiden trafen sich bei uns im Hostel und schon am Anfang mahnte Ling Hanna dazu, nur zu flüstern, damit niemand hören kann, worüber die beiden sprechen. Den Begriff „Urban Villages“ mied sie zunächst ganz, meinte später dann auch, dass es diese eigentlich gar nicht mehr gebe.

Kleiner Exkurs „Urban Villages“

„Urban Villages“ – das sind die kleinen Stadtviertel, die aus früheren Dörfern hervorgegangen sind, bzw. über die Zeit von den ausgreifenden Städten verschluckt wurden. Die Dorfbewohner, die zuvor dort wohnten, hatten auf ihren Flächen Wohnhäuser gebaut. Diese wuchsen jahrelang mehretagig nach oben, oft eng aneinandergedrängt, so dass keine Strassen durch diese Viertel führen, sondern nur Gassen. Meist sind diese sehr dunkel, es stinkt und der Müll liegt in den Ecken. Weiterlesen

China: Erkundungen abseits der Glitzerwelt

Eins Vorweg: Das Internet-Problem für meinen Lap habe ich immer noch nicht lösen können und im Hostel wird es dafür wohl auch keine Lösung geben – ich schätze, mein Rechner ist für den ein oder anderen WLAN-Standard einfach zu alt. Und hier ist eben der andere. Mist. Naja, da ich aber auch zwei Bilder auf dem Smartphone habe, die ich gern hier mit bloggen möchte, habe ich mich jetzt für den Weg entschieden, meinen Artikel auf Hannas Lap vorzuschreiben, ihn an mein Phone zu senden, und dann die Bilder anzuhängen und das ganze zum Blog zu jagen. Was tut man nicht alles für die Berichterstattung. Wie bitte? Warum ich nicht gleich von Hannas Lap aus poste? Naja wordpress ist so oder so hier eher gesperrt.

Also, wollen wir mal. Gestern haben wir uns im Laufe des Tages Zutaten für ein sinnvolles, Nudelsuppenfreies Frühstück besorgt, und so ging es heute mit einem selbstgebauten Früchtemüsli-Frühstück in den Tag. Vorher hatte ich dem Schuster an einer Strassenecke meine Merrell-Ledersneaker in die Hand gedrückt, deren Nähte nun schon zum xten Mal aufgegangen waren, und die ich in Bonn Leid geworden war, nähen zu lassen, weil der Bonner Schuster dafür eben auch immer über zehn Euro veranschlagt. Hier holte ich sie nach dem Frühstück ab, zahlte 5 RMB (60 ct) für eine ordentliche handwerkliche Arbeit. Besser sahen die Schuhe nach einem Besuch beim Schustermeister in der Breite Strasse auch nie aus. Weiterlesen

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