Filmtipp Privacy: Auf Nummer sicher

2007 hat das ZDF im Kleinen Fernsehspiel einen Film gezeigt, der sich mit den Folgen moderner Informationstechnologie zum Einsatz von Überwachung auseinandersetzt. Es geht um die Risiken die von RFID-Funkchips ausgehen und wie sie unser Leben beeinflussen könn(t)en. Der Film ist ein wirklich sehenswertes Zwischenformat zwischen Dokumentation und fiktivem Spielfilm. Zahlreiche Interviews sind real und eingespielt, die Story an sich ist fiktiv. Dennoch auch heute noch absolut sehenswert. Und warum empfehle ich es heute? Weil im Rheinland der Regen kommt…

Dies ist der Trailer zum Film von David Dietl. Komplett kannst Du ihn Dir (schnell und in minderer Qualität) hier anschauen. Oder Du lädst ihn Dir hier in bester Qualität auf die Festplatte. (Ich hafte für keine externen Seiten!).

Und hier – gehts zur offiziellen Homepage des Filmes.

An „utter fiasco“ – Videoüberwachung im Königreich

…und es ist eben doch kein Allheilmittel im Kampf gegen die Kriminalität! Enttäuschend muss das gewesen sein, für all jene, die bislang geglaubt haben, Länder mit Videoüberwachung wären qua höherer Verbrechensaufklärungsquote sicherer. Pustekuchen! Das hat man sich in den letzten 10 Jahren schon nicht von Wissenschaftlern anhören wollen, die mit fundierten Evaluationen alles andere als die Wirksamkeit von Kameraüberwachungsmaßnahmen herausfinden konnten. Und nun dies:

Deputive Chief Inspector Mick Neville von der Metropolitan Police in London hat nun selbst zugegeben: Da wurden Milliarden an Steuergeldern in Videoüberwachungsmaßnahmen gesteckt und niemand hat sich auch nur einen Gedanken gemacht, wie man sie nutzen kann! Geschweige denn zu was sie nützt. Auf einer Konferenz räumte er ein, dass gerade einmal 3 Prozent der Straftaten in GB dank Videoüberwachung aufgeklärt werden konnten. Häufig würe es der Polizei zu aufwendig, das Videomaterial zu sichten und an Hand dieser Bilder Straftaten zu verfolgen. Ein „einziges Fiasko„, so das Fazit des Chief Inspectors, sei CCTV (? )in Großbritannien. Schön, dass es auch mal jemand von der Metropolitan Police feststellt. Und schön, dass dieser Jemand auch noch derjenige ist, der nun CCTV effizienter machen soll.

Aber glauben wir doch weiter lieber alle daran, dass CCTV und Videoüberwachungsmaßnahmen unser Leben aus der Technik heraus sicherer machen. Kostet viel, muss also auch viel bringen! Und schön, dass vor allem nach wie vor immer der unmeßbarste aller Faktoren als Proargument für Videoüberwachungsmaßnahmen angeführt wird: Das Sicherheitsgefühl der Leute steigern und: Kriminalitätsprävention. Dazu nur noch folgendes Zitat von Mr. Neville: „There’s no fear of CCTV. Why don’t people fear it? [They think] the cameras are not working.“ (Quelle BBC) Ist also zusätzlich auch präventiv nicht zu gebrauchen! Schade, dass aber die meisten Menschen mit seichten Argumenten von der Überwachungstechnologie leicht zu überzeugen sind (Beleg 1 , 2 , 3 ). Nicht, dass dies nicht auch schon Wissenschaftler zuvor herausgefunden hätten. Aber bitte.

Den vollständigen Bericht zum einzigen Fiasko CCTV in GB gibts hier bei der BBC .

Artikel erstveröffentlicht in meinem alten Blog.

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