Klettern auf Mallorca

Die kleinen Reisen sind in ihrer Attraktivität nicht zu unterschätzen. Diesmal ging es für acht Tage nach Mallorca. Klettern. Mit fünf Leuten sind wir günstig mit der Air Berlin in Palma eingeflogen, kamen noch günstiger in zwei Apartments in Santa Ponça unter und gönnten uns zwecks A-nach-B-Gegurke einen kleinen VW Caddy als Transportmittel. Vom Meer haben wir mehr von der Ferne etwas gehabt – uns trieb es mehr in die Berge und an die Felsen und bemerkenswert war, dass wir eine wirklich ruhige Saison wischt hatten: Lang genug nach Ostern und noch weit genug entfernt von Pfingsten waren Rentner und Rollstuhlfahrer das überwiegende Publikum in den Touristenzentren, was zu einer nahezu Touristenbefreiten Natur und Bergwelt führte. Zu den Klettergebieten führte uns zielsicher der Climbing-Guide Mallorca von Rockfax. Zum Wandern begleitete uns der leuchtend-rote Wanderführer von Rother.

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Insgesamt drehte es sich um einen sehr schönen Outdoor-Ausflug aus Mallorca, der vor allem auch aus dem Aspekt der Kosten heraus beeindruckend günstig geblieben ist.

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Auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Am vergangenen Wochenende habe ich mal wieder eine kleine Wanderung unternommen und mit einer guten Freundin den Saar-Hunsrück-Steig auf zwei Etappen ausgetestet. Geplant waren drei, aber leider kam meiner Wanderskollegin der Magen dazwischen, so dass wir nur die zehnte und elfte Etappe vollständig laufen konnten und die zwölfte uns nun für ein andermal aufsparen mussten.Von Hermeskeil führte uns die erste Etappe bis kurz vor Kell am See. Und die zweite Etappe marschierten wir von kurz vor Kell nach Kasel, was ungefähr 13 Kilometer vor Trier liegt, wo dann die letzte Etappe hätte enden sollen. Aber es hat diesmal nicht sein sollen. Hier dennoch ein paar Eindrücke der herbstlichen Wanderung durch die Saar-Hunsrück-Region:

Fazit: Der Saar-Hunsrück-Steig ist eine wunderbare Wanderung. Liebvoll wird man auf abwechslungsreichen Pfaden geführt, die Macher haben versucht, so viel wie möglich Asphalt und Waldautobahn zu umgehen und eifrig neue Pfade in Wälder, Felder und Wiesen getrampelt. Wir werden bestimmt wiederkommen und die restlichen Etappen auch noch laufen.

Ahrtal-Testival

Am Sonntag hat es mich mal wieder ins Ahrtal verschlagen. Und ja, Käthe, jetzt schreib ich hier doch noch drübber 🙂 … Also, ich war mit Käthe unterwegs und wir hatten das erklärte Ziel uns Blasen zu laufen.

Naja, nicht wirklich. Aber wir waren zumindest mit Blasenpflaster im Gepäck gestartet und wollten unsere jeweils neuen Schuhe mal auf die Draussen-Tauglichkeit überprüfen. Ich hatte meinen etwas overdresseden (wie schreibt man solche Worte eigentlich?) steigeisenfesten All Degree Lite aus dem Hause Raichle ja schon ein ganz kurzes Mal um den DRachenfelsen geführt, und wollte ihn nun mal einem längeren Ausflug unterziehen, und Käthe wollte ihre Nova XCR aus eben jenem gleichen schweizer Schusterhäuschen einlaufen. Also setzten wir uns in den juten alten Ahrexpress (immer um 49 – Gleis 4, wissterbescheid!) und fuhren bis Ahrbrück. Dort begannen wir dann mehr der Nase nach denn geplant unsere Tour zunächst gen Süden, querfeldein zur Dennerhütte.

Rund um den Rott (476m) liefen wir nach einem Regenstopp in der Dennerhütte weiter. Der Regen hatte für ein herrliches Klima gesorgt und die Erde dampfte regelrecht, als die Sonne heraus kam. Übrigens hat der Fingerhut im Kesselinger Wald gerade Hochsaison – wie man auch den Bildern entnehmen kann. Nachdem wir irgendwo nicht ganz gewollt falsch abgebogen waren, standen wir auf einmal in Weidenbach am Weidenbach und mussten dann uns wieder das Tal nach vor in Richtung Kesseling schlagen. Bei mehreren FLuss- (na gut, Bach…)querungen hatten auch die Schuhe jeweils ihre Wasserdichte ausreichend unter Beweis gestellt. Allerdings mussten Sie das angesichts der nassen Wiesen den ganzen Tag tun. Und sie taten das auch sehr gut.

In Kesseling dann ging es wieder in altbekanntes Revier. Den Steinerberg hinauf wollten wir wissen, ob denn das gute alte Steinerberghaus wieder geöffnet ist. Nach einem Pächterwechsel waren die wildesten Gerüchte umgegangen und es klang alles eher nicht danach. Nachdem wir uns aber gestärkt duch massenweise Walderdbeeren hoch auf den Steinerberg gekämpft hatten, fanden wir das Haus offen vor.

Die neuen Pächter waren da, und da wir recht spät dran waren, waren nur die Beiden noch da. Von den Beiden (Hanne und Ralf) erfuhren wir dann auch ihre Pläne für das Steinerberghaus. Sie wollen es jetzt peu a peu renovieren und ab Sommer wieder voll da sein. Dann gibts auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten und lecker Essen. Achja, und Hanne will ganz lecker Kaffeespezialitäten anbieten – schnöder Kaffee adé! Außerdem gaben uns die beiden noch einen kurzen Einblick in die Weinhistorie des Ahrtals. Der erste Wein wurde nämlich gar nicht an der Ahr angebaut, sondern in good-old-verschlafen-and-vergessen Kesseling. Dort hatten nämlich die Mönche in ihrem kleinen Kloster bereits um 762 die ersten Reebstöcke kultiviert und deren Früchte zu lecker Wein gekeltert. Datt will zwar heute, laut Hanne und Ralf, im Ahrtal keiner mehr wahr haben, is aber so. So! Und damit hab ich das dann auch mal hier festgehalten. Nachdem wir uns viel zu spät auf den Weg nach Rech gemacht hatten, holte uns noch auf dem Abstieg die Dunkelheit ein. Den Abstieg machten wir über den alten Dohdepfatt (Totenpfad), auf dem früher die Recher ihre Leichen rübber nach Kesseling brachten. Die hatten nämlich lange keinen eigenen Friedhof und deshalb schafften sie ihre verblichenen Angehörigen über den Steinerberg nach Kesseling. Naja, auf jeden Fall hatten wir eigentlich den letzten Zug zurück nach Bonn bekommen wollen, hatten aber kein Glück, weil Rheinlandpfalztag war und verpassten aus unerfindlichen Gründen die letzten ÖPNV-Möglichkeit zurück nach Hause. Also machten wir uns mit dem letzten Zug nach Altenahr auf (falsche Richtung, ich weiß, aber wir erhofften uns dort mehr Möglichkeiten). Dort checkten wir die Übernachtungsmöglichkeiten, aber keine wollte unserem Geldbeutel gerecht werden. Im Weißen Kreuz (Hotel) war der Wirt dann so freundlich, uns den Taxi-Preis nach Bonn zu recherchieren und siehe da – der war dann doch tatsächlich noch günstiger, als ne Nacht in der deutschen Tourismushochburg Altenahr. Zurück in Bonn feierten sich gerade die Türken die Seele aus dem Leibe und legten sämtliche Strassen und Wege lahm. Gegen Mitternacht war ich wieder zu Haus und die Schuhe hatten meinen Füßen einen guten Dienst erwiesen. Über zehn Stunden war ich in den Schuhen drin, Blasebpflaster waren überflüssig gewesen und die Füße fühlten sich noch wohl. Rundum ein gelungenes Testival und ein reicher Neuerkenntnisgewinn über die Geschichte des Ahrtales, den Wein, Kesseling, Ralf und Hanne und deren hier noch nicht erwähnte zwei Wildschweine Heribert und Bubes und das Fortbestehen des Steinerberghauses machten Tag zu einer feinen Geschichte.

Unn nu? Ja auf zur Arbeit…

Hups: Eins hatte ich noch fast vergessen: Wir haben auf unserer Wandertour ne Menge Tiere gesehen. Von Rotwild, über Buntspecht, freche Spitzmäuse, Käfer, Fliegen, Hubschrauber-Fliegen bis hin zu Bussarden. Auch so gesehen ein Erlebnis. Nur das einzige Tier, dass nicht zu schnell für mich und meine Kamera war – war der hier!

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