All Tag

Neuer Job, das Zimmer wieder eingeräumt und grillen an der Sieg – so langsam werd ich wieder kommod in Deutschland und in Bonn. Seit anderthalb Wochen schaffe ich bei PHOENIX und lasse mich dort gerade von einem guten Kumpel einweisen, der mir beibringt, wie man Listen liest, Videobänder vor- und zurückspult, den DVD-Recorder anstellt, Labels druckt oder 10stellige Archivnummern richtig liest und wo die dazugehörigen Bänder stehen.

Siegstrände - Karibikersatz im Kleinen

Der Umblätter-Käfer

In der Zwischenzeit habe ich inzwischen auch schon wieder alte Mexiko-Gesichter wiedergetroffen. Vergangene Woche traf ich mich mit meiner alten Puebla-Mitbewohnerin, ihrem Freund (der auch fast ständiger Gast in unserer WG war) und ihrer Mutter (ebenso als Gast in unserer Wg logiert) in Köln zum Abendessen beim Burmesen und wir quatschten über good old Mexico-Zeiten, neue Pläne und das Leben. Ein wenig seltsam war es schon, die Leute, die ich zuletzt am Pazifik in Zipolite gesehen hatte, auf einmal in Köln auf der Straße vor einem Restaurant zu treffen – komisch – aber auch total schön!

mmmmhh lecker! Was in Mexiko fehlte...

...mit der Sonne unterm Arm!

Zeitgleich hatte ich es auch geschafft, meine Kisten nahezu vollständig dem modrigen Ambiente unseres Kellers zu entreißen und ihren Inhalt wieder munter in meinem Zimmer zu verteilen. Allerdings blieben im Ergebnis drei Kisten über, Bücherkisten, die bislang noch keine Platz finden konnten, weil mein Zimmer wahrscheinlich kleiner geworden ist. Naja, das werden wir mit den Schweden in Kürze besprechen, in Angriff nehmen und lösen.

... Abendpanorama am Rhein.

Unterdessen werde ich weiter den gerade zurückgemeldeten Sommer hier in Bonn genießen – es gibt nette kleine Flüßchen, die zwar nicht Karibik und auch nicht Mar de Cortés sind – aber trotzdem mit 21 Grad Wassertemperatur protzen und für gute Laune Sommergefühle sorgen können.

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Bye bye Bonn.

Die letzte Tour in die Eifel für dieses Jahr ist gemacht, die letzte Party gefeiert, die ersten Freunde verabschiedet und nur noch wenige Sachen warten darauf, in zwei Taschen gepackt zu werden, und über den Atlantik nach Mexiko gebracht zu werden. Aber der Reihe nach.

Nachdem ich am Mittwoch meine letzte Prüfung hinter mich gebracht hatte, kam die geplante Erholung am Nachmittag sehr recht. Gegen vier schnappten wir uns den altbekannten Ahrexpress und düsten in Richtung Ahrtal. Achso – wer eigentlich „wir“ ist? Natürlich –  ähm die Ahrcrew – Käthe und ich 😉 .

Naja, auf jeden Fall hatte das Wetter gesacht, wer so tolle Sachen dabei hat, braucht keine Sonne, und so wanderten wir im Regen über den Schrockhinauf zum Steinerberghaus. Dort angekommmen trafen wir auf Hanne (das war die neue Pächterin) und ihren Papa, die gerade dabei waren, sich an der Inneneinrichtung zu schaffen zu machen. Jede Menge Kisten standen schon vor dem Haus und darin verpackt waren die neuen Tische für die Gasträume, die nun von Hanne und ihrem Papa tatkräftig aufgestellt wurden. Wir blieben auf ein Hefeweizen, quatschten mit Hanne und versuchten sie nicht allzu sehr von der Arbeit abzuhalten und schauten uns mal komplett im Haus um. Das wird ganz sicher wieder eine tolle Sache, wenn das alles so weit eingerichtet ist, wie Hanne und Ralf sich das vorstellen.

Als es dann so langsam zu dunkeln begann, verabschiedeten wir uns vom Steinerberghaus und suchten uns in der Pampa einen schönen Platz, wo wir über Nacht verweilen können. Den hatten wir dann auch recht schnell gefunden, und das Zelt stand auf einem wunderschönen Platz.

Am Donnerstag dann packten wir uns am Vormittag wieder zusammen und traten die Rückreise nach Bonn an. Für Mittag hatte sich bei mir meine „französische“ Freundin Jule angekündigt, die auf einen (letzten) Kaffee vorbeischauen wollte, da sie gerade auf der Durchreise mit ihrer Mama und ihrem Bruder nach Leipzig war. Kaum zu Hause rein, flitzte ich zum Bäcker, holte Teilchen und als ich wieder kam, waren die Drei schon in der Wohnung. Mit denen habe ich dann auch noch ein schöne Zeit bei Kaffee und Teillchen verbracht und am Abend nahm ich dann noch mit Maike, Jonas, Stefan und Gunnar bei einem Bierchen auf der Wiese Abschied vom Poppelsdorfer Schloss.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen meiner richtigen Abschiedsparty. Den ganzen Tag regnete es und ich hatte eine Grillparty geplant. Na super. Aber ich blieb optimistisch, baute Salate und hatte den erklärten Willen, gegen 7 Bierbänke aufzubauen und dann ein schönes Gartenfest zu haben. Und tatsächlich – man muss eben einfach darauf vertrauen – um 7 hörte der Regen auf und kurz darauf kam sogar nochmal kurz die Sonne durch.

Und so konnten wir von 8 bis knapp 4 bei Kerzen, Fackeln, Würstchen und Bier eine wunderschöne Party feiern. Mit Freunden von Norwegen über Frankfurt, Dortmund, Leipzig, meiner Mama (die mich überrascht hatte und das war ihr absolut gelungen!) und lieben Bonner Leuten. Das der Samstag gestern dann kaum als Tag zu gebrauchen war – geschenkt. Es hatte sich gelohnt.

Und jetzt? Sitz ich noch auf meinem Bett vorm Laptop und schreibe gerade den letzten „Nach-der-Reise-ist-vor-der Reise“-Blog-Eintrag. Ich werd gleich mal die Dusche „unterwandern“ und dann endgültig meine Sachen zusammenpacken. Am Nachmittag treff ich noch die ein oder andere liebe Person und am Abend auch noch, und morgen geht das Abenteuer los. Mit einer Fahrt nach Frankfurt, zum mexikanischen Generalkonsulat, wo man mir hoffentlich meinen Reisepass gibt.

In diesem Sinne, es war bisher ne wunderbare Zeit in Bonn, werd die Stadt sicherlich vermissen, eine wunderschöne Abschiedsparty (Danke allen dafür!) und ich freu mich darauf, in einem Jahr in eine der schönsten (oder doch wenigstens mir liebsten) Städte Deutschlands zurückzukommen.

Und nu? Mein Leben als „el mejicano“ geht weiter und Du kannst auch Blogtechnisch dranbleiben. Wo?

http://mexico.jakobmueller.de – klicken, lesen, miterleben!

In diesem Sinne – Euch allen suerte, se vayan con díos por favor y hasta luego, amigos!

In der alten Stadtgärtnerei

Ein paar Photos vom Gartenfest mit Kollegen in der alten Stadtgärtnerei. Guggen. Lachen. Erinnern. Fui Spass!

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