50 Grad kälter, gut 8.000 km weiter drüben und ein neuer Start am See

Vor einer Woche, da konnte ich mich vor Hitze kaum retten. Da schien die Sonne, nein, sie bruzelte aus dem Zenit mörderisch und direkt auf den Kopf. Schon morgens war man vom Aufstehen – ach, was sag ich – vom Nichtstun im Schlafe verschwitzt – es war verhext – es wehte bis zum Nachmittag kein Lüftchen und Schatten und kühle Luft wären etwas gewesen, wofür man bereit gewesen wäre, dass ein oder andere herzugeben.

40 Grad in Mahabalipuram

40 Grad in Mahabalipuram

Jetzt bin ich gut 8.000 km weiter westlich wieder – und nördlicher – viel viel nördlicher, macht das Wetter glauben. Man könnte meinen, es sind ein paar mehr Dinge auf der Welt, als Essen, Geld, Wasser und Wohlstand, die nicht ganz fair verteilt sind. Ich spreche vom Wetter – und plädiere für einen fairen Mix. Aus Sonne und Wolken, Regen und Schnee für alle – zur gegebenen Zeit. Was sollen die Einen mit all der Sonne, während die Andern unter dem Schnee ächzen und gern mal einen frühlingshaften Strahlen zu Gesicht bekämen? Wie wäre es, man mixte das stickig-hitzige 42-Grad-Sonne-aus-dem-Zenit-Wetter Madureis, mit den verschneit-verregneten Minusgraden des Allgäus? Es könnte dabei doch jeder nur gewinnen…. ach wär es doch manchmal einfach nur einfach… Weiterlesen

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12 Sätze Ein Jahr

Mit überraschend viel Schnee und unerwartetem Rodelvergnügen begann Zweitausendzehn vor nunmehr einem Jahr. Im Februar gings dann, kaum hatte das Semster ausklingen können, bereits erneut mit LH 498 nach México, um dort ein Revival mit meiner Pueblaer WG feiern zu können. Im März, kaum aus México zurück, stand London auf der Reiseroute und mit einer ziemlich großen Gruppe feierten wir Jonas‘ Geburtstag im Königreich. Der April verschlug es mich mal wieder nach Leipzig und mit chilenischen Gästen feierte ich Ostern in der Heimat und im Mai – ja im Mai…. der ging einfach nur vorbei. Im Juni führte uns unsere Schule zum zehnjährigen Abitreffen zusammen und mit einigen ehemaligen Mitschülern und alten Lehrern stiessen wir auf die alten Zeiten an. Der Juli dann war prall gefüllt. Eine Tour mit dem Radl quer und rund durch Sachsen, gekrönt von einer wunderschönen Hochzeit einer meiner besten Freunde und Reisekollegen machten diesen Monat schon fast zum Ausnahmemonat. Im August brachte Blindbooking mich und eine Freundin an den Bodensee, den wir schnell überquerten und uns zum Säntis-Aufstieg anschickten. Wunderbare Landschaft und neue Freunde in der Schweiz müssen hier unbedingt Erwähnung finden, womit der Septembersatz gestorben ist. Im Oktober durchquerte ich mit zwei Freunden den Balkan von Ungarn über Serbien, Montenegro, Albanien nach Griechenland und Istanbul um schließlich in Sofia bereits unsere südosteuropäische Horizonterweiterung enden lassen zu müssen. Der November brachte einen lieben Besuch nach Bonn und endete für mich mit einem Überraschungs-Geburtstags-Besuch in Leipzig. Und der Dezember, ja der alte weiße und bitterkalte Gesell – brachte mir in 2010 wohl meinen längsten Sachsenaufenthalt zwischen den Jahren, einen spontanen Kurztrip nach Berlin und schließlich das erste Mal Silvesterfeiern in Leipzig seit 5 Jahren.

Und wer sich jetzt beschwert: ja, ich habe einen Satz zuviel verwandt. Na und?! Allen, die hier ab und zu vorüberkommen einen wunderbaren Jahreswechsel, gute Pläne, Ziele und Vornahmen für Zwanzigelf, ein spannendes, gesundes und erfülltes Leben im neuen Jahr! Vielen Dank für gute Begegnungen, schöne Reisen, Abende, Gespräche und Erfahrungen in 2010. Euch allen, die in meinem Jahr dabei waren!

Istanbul -> Sofia -> Bonn -> …ja, Bonn.

Jetzt liegt unsere kleine Reise, die eigentlich ja nur zeitlich klein, von der zurückgelegten Strecke doch eher groß war, drei Wochen zurück. Und hier fehlt eigentlich noch das letzte Puzzleteil, der letzte Bericht von den restlichen anderthalb Tagen. Und dieser soll nun hier in aller Kürze erzählt und der Volständigkeit halber nachgereicht werden.

Zuletzt hatten wir den Nachmittag in Üsküdar verbracht und ich hatte mich in einem Internetcafé versucht, nicht ganz ohne Tücken, den vergangenen Blogbericht auf einer türkischen Tastatur zu tippen, was sich vor allem an fehlenden i-Punkten bemerkbar machte. Aber egal. Weiterlesen

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