Kochi, Backwaters und Gewürzplantagen

Jetzt endlich funktioniert die SIM-Karte, das Internet ist geladen und das heißt auch, dass ich nun endlich auch den Blog hier ein bisschen mit indischen Leben füllen kann. Ganz kurz vorweg: wir sind inzwischen in den Westghats – das sind die Berge, die Kerala im Westen von Tamil Nadu im Osten Indiens voneinander trennen. Hier gibt es Erhebungen bis zu 2.600m rauf, Tee und Gewürzplantagen, Schokolade und jede Menge Tiere, Pflanzen und wunderschöne Landschaft. Aber dazu erst später.

Zunächst zurück auf Los. Samstag Morgen um kurz nach 4 war mein Flieger in Kochi aufgesetzt. In Bahrein hatte ich noch geglaubt, dass ich möglicherweise nicht um diese Zeit ankommen würde, weil mir mein Übergang mit 30 min doch ein wenig knapp bemessen vorkam. Aber man hatte die Maschine nach Indien kurzerhand warten lassen, was dazu führte, dass nicht nur ich, sondern überraschenderweise sogar auch mein Gepäck pünktlich in Kochi ankamen. Hanna war an den Flughafen gekommen und hatte mich mit dem Fahrer von unserem Hostel abgeholt. Es war unglaublich viel los, morgens um halb 5 vor dem Flughafen. Ich musste mindestens 50-70 Meter durch ein Spalier von indischen Wartenden laufen, bis sich irgendwo eine Lücke ergab, die mir den Weg zu Hanna frei gab.

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Yuanyang – ein Ausflug zu den Terrassen voller Wasser

Feels like sunday

Die meisten Läden sind geschlossen, die Eingänge vergittert oder mit Metalltoren geschlossen und nur wenige Menschen sind auf der Straße zu sehen. Der Verkehr ist auch ruhiger als sonst, aber die Sonne scheint frühlingshaft warm und ich bin den ersten Tag mit kurzen Hosen unterwegs. Nach einer Weile finden wir endlich ein Café zum Frühstücken. Wir wussten, heute würde es nicht einfach werden, ein Frühstück irgendwo zu finden, denn es ist Chinesisch Neujahr – und das fühlt sich zunächst in der Stadt erstmal an wie ein Sonntag in Deutschland. Die Strassen leer, nur wenige Menschen unterwegs, der übliche Verkehr und die Menschenmassen – nicht da. Im Grunde genommen: sehr angenehm. Nebenbei sind (nahezu) alle Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen – also eigentlich ist es noch ruhiger als ein Sonntag in Deutschland. Heute Abend wird sich das sicherlich ändern, denn in den letzten Tagen wurden an den Straßen Böller und Feuerwerkskörper in großen Mengen verkauft, oft und gern Pyrotechnik in Größen, an die sich wohl in Deutschland nur ausgebildete Pyrotechniker trauen würden – und diese Raketen und Feuerwerksbatterien warten schon darauf, heute Abend und in der Nacht in einem kolossalen Milliarden-Feuerwerk das neue chinesische Jahr begrüßen zu dürfen. Schon in den vergangenen Tagen hatten Kinder überall herumgeböllert und in kleinen Straßen roch es schon immer nach Schwarzpulver. Abends waren auch vereinzelt schon Feuerwerke zu beobachten – aber so richtig losgehen, wird und soll es erst heute Nacht. Und dann, so hören wir Menschen erzählen, die es schon erlebt haben, gibt es kein halten mehr. Und das gilt wohl für die ganze kommende Woche. Also sollten wir die Ruhe jetzt noch genießen – denn es ist wahrscheinlich das letzte Bißchen Ruhe, bevor wir wieder in den Flieger nach Deutschland steigen.
Wir selbst werden Chinesisch Neujahr heute Abend mit einigen aus der hier lebenden Ausländer-Community verbringen. Fang, unsere chinesische Freundin, die uns anfänglich eingeladen hatte, musste uns leider absagen, weil ihre Mutter ins Krankenhaus gekommen ist und sie sich um sie kümmern muss. Das ist schade, weil wir so das original Chinesisch Neujahr wie es die Chinesen feiern, nicht sehen werden. Aber wir sind froh, die zweite Einladung von Sandra und Co. zu haben, so dass wir gemeinsam mit anderen feiern können. Weiterlesen

Klettern auf Mallorca

Die kleinen Reisen sind in ihrer Attraktivität nicht zu unterschätzen. Diesmal ging es für acht Tage nach Mallorca. Klettern. Mit fünf Leuten sind wir günstig mit der Air Berlin in Palma eingeflogen, kamen noch günstiger in zwei Apartments in Santa Ponça unter und gönnten uns zwecks A-nach-B-Gegurke einen kleinen VW Caddy als Transportmittel. Vom Meer haben wir mehr von der Ferne etwas gehabt – uns trieb es mehr in die Berge und an die Felsen und bemerkenswert war, dass wir eine wirklich ruhige Saison wischt hatten: Lang genug nach Ostern und noch weit genug entfernt von Pfingsten waren Rentner und Rollstuhlfahrer das überwiegende Publikum in den Touristenzentren, was zu einer nahezu Touristenbefreiten Natur und Bergwelt führte. Zu den Klettergebieten führte uns zielsicher der Climbing-Guide Mallorca von Rockfax. Zum Wandern begleitete uns der leuchtend-rote Wanderführer von Rother.

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Insgesamt drehte es sich um einen sehr schönen Outdoor-Ausflug aus Mallorca, der vor allem auch aus dem Aspekt der Kosten heraus beeindruckend günstig geblieben ist.

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