Xin Nian Kuai Le – mit viel Bum Bum ins Jahr des Drachens

In China wird im Gegensatz zu uns nach dem Mond und Sonnenkalender  Neujahr gefeiert. Am Abend des 22. Januars wurde also das Jahr des Drachens begrüßt sowie das Jahr des Hasens sein Ende fand. Das Neujahrsfest findet in China stets am 2. Neumond nach der Wintersonnwende statt. Insgesamt gibt es 12 Tiere im chinesischen Tierkreis, die den Jahren zugeordnet werden und sich zyklisch wiederholen.

Chinesen auf Reise
Bereits vor dem großen Event, haben wir von allen Seiten, von den Chinesen die wir hier kennen gelernt haben oder von den Ausländern die in Kunming leben, gehört, dass es der höchste Feiertag in China sei (vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland) und alle Chinesen ihre Familien auf dem Land besuchen. Somit findet die größte Reisebewegung weltweit statt: Um die 400 Millionen Chinesen verlassen die Stadt und machen sich auf den Weg in ihre Heimatdörfer und Regionen. Je nach Mittel und Reisestrecke werden Busse, Züge, Flugzeuge oder das eigene Auto bestiegen. Dabei darf eines nicht fehlen:  Geschenke! Sehr beliebt sind Äpfel, die ein Zeichen für Fruchtbarkeit sind. Aber auch andere Früchte, Spielsachen und natürlich Feuerwerkskörper sind mit dabei. Jeder der schon mal in China unterwegs war, oder Chinesen anderswo beim Reisen erlebt hat, weiß dass sie mit soviel Gepäck reisen, dass sie es kaum alleine tragen können. Weiterlesen »

Yuanyang – ein Ausflug zu den Terrassen voller Wasser

Feels like sunday

Die meisten Läden sind geschlossen, die Eingänge vergittert oder mit Metalltoren geschlossen und nur wenige Menschen sind auf der Straße zu sehen. Der Verkehr ist auch ruhiger als sonst, aber die Sonne scheint frühlingshaft warm und ich bin den ersten Tag mit kurzen Hosen unterwegs. Nach einer Weile finden wir endlich ein Café zum Frühstücken. Wir wussten, heute würde es nicht einfach werden, ein Frühstück irgendwo zu finden, denn es ist Chinesisch Neujahr – und das fühlt sich zunächst in der Stadt erstmal an wie ein Sonntag in Deutschland. Die Strassen leer, nur wenige Menschen unterwegs, der übliche Verkehr und die Menschenmassen – nicht da. Im Grunde genommen: sehr angenehm. Nebenbei sind (nahezu) alle Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen – also eigentlich ist es noch ruhiger als ein Sonntag in Deutschland. Heute Abend wird sich das sicherlich ändern, denn in den letzten Tagen wurden an den Straßen Böller und Feuerwerkskörper in großen Mengen verkauft, oft und gern Pyrotechnik in Größen, an die sich wohl in Deutschland nur ausgebildete Pyrotechniker trauen würden – und diese Raketen und Feuerwerksbatterien warten schon darauf, heute Abend und in der Nacht in einem kolossalen Milliarden-Feuerwerk das neue chinesische Jahr begrüßen zu dürfen. Schon in den vergangenen Tagen hatten Kinder überall herumgeböllert und in kleinen Straßen roch es schon immer nach Schwarzpulver. Abends waren auch vereinzelt schon Feuerwerke zu beobachten – aber so richtig losgehen, wird und soll es erst heute Nacht. Und dann, so hören wir Menschen erzählen, die es schon erlebt haben, gibt es kein halten mehr. Und das gilt wohl für die ganze kommende Woche. Also sollten wir die Ruhe jetzt noch genießen – denn es ist wahrscheinlich das letzte Bißchen Ruhe, bevor wir wieder in den Flieger nach Deutschland steigen.
Wir selbst werden Chinesisch Neujahr heute Abend mit einigen aus der hier lebenden Ausländer-Community verbringen. Fang, unsere chinesische Freundin, die uns anfänglich eingeladen hatte, musste uns leider absagen, weil ihre Mutter ins Krankenhaus gekommen ist und sie sich um sie kümmern muss. Das ist schade, weil wir so das original Chinesisch Neujahr wie es die Chinesen feiern, nicht sehen werden. Aber wir sind froh, die zweite Einladung von Sandra und Co. zu haben, so dass wir gemeinsam mit anderen feiern können. Weiterlesen »

Streifzüge und Netzwerke – die vergangenen Tage in Kunming

Japp – das Wichtigste vornweg: Ich bin wieder auf dem Dampfer und war es auch schon einen Tag vor meinem Geburtstag wieder, so dass das Erkunden der Stadt fröhlich weitergehen konnte.

Meinen Geburtstag verbrachten wir in einem alten-neuen Teil von Kunming und zur Feier des Tages gab es feinen Regen, graue Wolken und ziemlich frische Temperaturen. Wir waren mit dem Bus nach Guandu gereist, einem Teil der Stadt, von dem wir gelesen hatten, dass es dort einen sehr schönen alten Teil geben sollte. Und als wir dann die zweistündige Bustour endlich zum erfolgreichen Abschluss brachten und ankamen, erwartete uns eine Mischung aus wirklich alten  und auf alt gemachte Gebäude – streckenweise erinnernd an einen Vergnügungspark, der auf China gestylt ist. Das Foto zeigt einen Teiul Guandus, der offenkundig noch wirklich alt war.

Wir verbrachten den Tag dort und erkundeten hinter den auf alt gemachten Stadtteil mal wieder die engen und dunklen Gassen der anliegenden alten Urban-Village-Struktur, die zwischen einem lebhafte Markt und wirklich dunklen und miefigen Gassen changierte. Weiterlesen »

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